Heute feiert der Thriller „Haus der Stille“ von Simone Geißler im traditionsreichen Berliner Colosseum Filmtheater Kinostartpremiere. Simone Geißler, die in ihrem Spielfilmdebüt gleich in mehreren Funktionen, als Drehbuchautorin, Regisseurin, Produzentin und Hauptdarstellerin fungiert, wird sich im Anschluß an die Aufführung in einem Filmgespräch den Fragen des interessierten Publikums stellen.

Der Film erzählt die Geschichte der erfolgreiche Autorin, Sorel Malkow (Simone Geißler), die sich in die Lüneburger Heide zurückzieht, um in einem abgeschiedenen Anwesen ihren neuen Roman zu schreiben, der auf autobiografischen, traumatischen Erlebnissen beruht. Je weiter der Roman sich entwickelt, um so mehr verdichten sich seltsame und beunruhigende Ereignisse und bald ist klar, dass sie von einem Mann gestalkt wird, der sich scheinbar bestens in ihren Erinnerungen auszukennt und Sorel an den Rand ihrer physischen und psychischen Grenzen treibt. Weder das Kennenlernen des Dorfmechanikers Marius (Aaron Thiesse) noch der überraschende Besuch ihrer Freundin Laura (Cosma Dujat) bringt ihr eine Verschnaufpause.
Während die Grenze zwischen Realität und Albtraum verwischt, steht Sorel vor einer Entscheidung: Soll sie sich der Bedrohung stellen und das Risiko eingehen, noch tiefer in die Abgründe ihrer Ängste einzutauchen?

In „Haus der Stille“ wird die Geschichte der Hauptfigur Sorel auf untypische Weise dargestellt. Die Zuschauer*innen tauchen in Sorels Perspektive ein und erleben aus ihrem Blickwinkel, wie sie mit nicht verarbeiteten Traumata umgeht. Die Erzählung zeigt die Folgen dauerhafter physischer und psychischer Gewalt. Der Film soll Anstoß für Veränderung und Hilfe dienen.

Der Kinostartpremiere war am 06.12.2023 eine Kinostart-Vorpremiere im Hannoveraner Kino am Raschplatz in Anwesenheit von Cast und Team mit anschließendem Filmgespräch vorausgegangen. UCM.ONE bringt den Film auf dem Label Artkeim² ab 7. Dezember in ausgewählte deutsche Kinos.

Trailer

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Stimmen zum Film

„Ich bin schwer beeindruckt! Statt nur die üblichen Klischees zu bedienen, hat Simone Geißler wirklich etwas gewagt. Zunächst wirkte der Film auf mich wie ein Psychothriller, der mit gängigen Erwartungshaltungen spielt und den Spannungsbogen gut variiert, wobei Traum und Realität immer weiter miteinander verschmelzen. So weit so gut. Nach meiner Lesart, möchte der Film aber weder auf der Ebene eines TV-Thrillers verweilen, noch eine billige Rache-Fantasie über erlittenes Unrecht sein. Wie sehr Gewalterfahrungen, insbesondere auch Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch, das Leben eines Menschen zerstören können und sich auch auf die Beziehungen zu anderen Menschen auswirken, habe ich im Kontakt mit unmittelbar Betroffenen schon mehrfach miterleben müssen. Und nicht nur durch mein Psychologiestudium weiß ich, dass die Opfer später auch selbst zu Täter*innen werden können. Manche von ihnen kommen selbst mit fachlicher Unterstützung nicht mehr auf einen “grünen Zweig“. So gesehen hat Simone eine Lebenslage bzw. eine Entwicklung filmisch einmal konsequent zu Ende gedacht. Weder als dokumentarische Realität oder als irrationale Wahnvorstellungen, sondern als eine Art Vision – wie es die Spiegelungen an der linken Seite im Bild in einer zentralen Szene andeuten, Ein solcher Film soll schließlich zum Nachdenken anregen. Ich kann nur hoffen, dass andere das ähnlich sehen.  Voll bei der Sache war ich bei der Entwicklung der Hauptfigur, die aufgrund ihrer Erfahrungen und Erlebnisse immer mehr den Boden unter den Füßen verliert. Das ist für mich die Essenz des Films zum Thema Gewalterfahrungen und Traumata und das kam sehr gut rüber.“ (Holger Twele, Filmjournalist, Mitglied im Verband der deutschen Filmkritik; Quelle: BABU Film UG)

„Haus der Stille ist am Ende um einiges lauter, als der Titel vermuten lässt, und dazu gehört eine Menge filmischer Mut. Alle, an dem Film Beteiligten hatten diesen Mut, und das macht den Film umso mehr zu einem wichtigen filmischen Erlebnis. Die schauspielerische Kraft, die Simone Geißler hier in ihrem eigenen Film freilässt, ist gewaltig und gibt dem tabuisierten Thema ‘Gewalt an Frauen’ ein Gesicht. Eine Gewalt, die wie ein heimtückisches Gift durch jede Szene des Films fließt und dann, in einem unerwarteten Plottwist, alle gleichermaßen vergiftet – Täter wie Opfer.” (Ben Scharf, Produzent, Autor, Regisseur; Quelle: BABU Film UG)

Weitere Informationen über den Film: Haus der Stille

Weitere Informationen über das Filmlabel: Artkeim²