Trümmermädchen“, der Debütfilm von Regisseur Oliver Kracht, feiert diesen Monat seine Weltpremiere bei den 55. Internationalen Hofer Filmtagen, diese finden vom 26. bis 31. Oktober statt. Sie sind ein seit langem etabliertes Forum, das alljährlich Filmliebhaber:innen und Medienvertreter:innen aus dem gesamten Bundesgebiet anlockt.

Der Film kommt Anfang 2022 im Verleih von UCM.ONE auf dem Label Artkeim² ins Kino. Das Drehbuch von Oliver Kracht für diese Kino- und Fernsehproduktion wurde auf der Berlinale 2019 mit dem Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis ausgezeichnet. Er ist eine der höchsten Auszeichnungen für angehende Filmprojekte, welche jedes Jahr von der MFG Baden-Württemberg, die den Film auch gefördert hat, vergeben wird. “Trümmermädchen” ist eine Produktion der Firma simonsays.pictures GmbH in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg, der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk (SWR).

Die packende Emanzipationsgeschichte vor dem Hintergrund des Neuanfangs in den Trümmern des 2. Weltkriegs zeigt eine fesselnde Laura Balzer (nominiert für den Götz-George-Nachwuchspreis bei den First Steps Awards), die in dieser Rolle ihre gewaltige spielerische Klaviatur ausreizen kann und aus ihrer zunächst verstörten und stotternden Charlotte Schritt für Schritt eine sich selbst ermächtigende junge Frau macht. Mit Unterstützung eines grandiosen weiblichen Ensembles nimmt sie uns mit auf die emotionale Reise der von Traumata und Unterdrückung gezeichneten Figur.

Inhalt des Films:

Deutschland, 1946. Hunger, Trümmer, heimkehrende Soldaten. Charlotte ist schwanger, aber ihr geliebter Heimkehrer will weder sie noch sein Kind. Um ihn für sich zu gewinnen und der drohenden Schande zu entgehen, schreibt sie sich für den „Fräuleinkurs” der Schauspielerin Gloria Deven ein, die im Faschismus ein aufstrebendes Filmsternchen war und nun Arbeitsverbot hat. Doch Gloria mit ihrem gnadenlosen Unterricht ist nicht daran interessiert, die im Krieg unnötig gewordene Koketterie der Mädchen wiederzubeleben. Stattdessen erweckt sie in Lotte die Sehnsucht nach etwas, das ihr zu lange schon verwehrt wird: Freiheit.

Weitere Informationen zum Festival: Internationale Hofer Filmtage