Phantom:

„Phantom“ ist ein expressionistischer Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau. „Phantom“ zeigt eindrucksvoll und in murnauscher Ästhetik die Geschichte des Stadtschreibers Lorenz Lubota über seine Suche nach Erlösung und der Verschwendung seines Potentials. Kein Fantasy-Horror wie „Nosferatu“, doch ein tief greifendes Drama über unerfüllte Träumen und falsche Entscheidungen.

Inhalt des Films

Lorenz Lubota ist angestellter Stadtschreiber. Privat schreibt er Gedichte und schreibt Erlebnisse aus seinem Leben auf. Eines Tages wird er auf dem Weg zur Arbeit von einer Pferdekutsche angefahren. Er wird nur unerheblich verletzt, ist aber fasziniert von der Dame die diese Kutsche steuerte. Er kann sie nicht vergessen und sucht nach ihr wie nach einem Phantom. Kutscherin Veronica ist die schöne Tochter des reichen Eisenwarenhändlers Harlan. Lubota verfällt ihr total und spricht sogar bei den Eltern vor, macht einen Heiratsantrag. Er wird verjagt und schwer gedemütigt. Er verfällt total in seine Traumwelt und vernachlässigt sein Leben und seine Arbeit. Dabei merkt er nicht, das er von einem hübschen, stillen Mädchen, Marie, heimlich verehrt wird. Die Folge seines unsteten Lebenswandels ist, er wird entlassen. Da lernt er ein Mädchen kennen, das seinem Schwarm Veronica zum verwechseln ähnlich sieht. Ihr Name ist Melitta. Er tröstet sich mit ihr, aber Melitta ist anspruchsvoll und kostet Lubota eine Menge Geld. Als seine Ersparnisse aufgebraucht sind und Melitta nach immer mehr Geld fragt, leiht er sich welches unter einem Vorwand bei seine Tante, einer Pfandleiherin. 

Als Lubota das Geld nicht pünktlich zurückzahlt droht im die Pfandleiherin Schwabe zur Polizei zu gehen. Gemeinsam mit seinem zwielichtigen Kumpel Wigottschinski bricht er bei der Pfandleiherin ein. Beide werden von ihr überrascht und die Pfandleiherin wird von Wigottschinski getötet. Lubota wird als Mittäter verurteilt und kommt ins Gefängnis. Er hat Glück, das Gericht war gnädig mit ihm. Er kommt bald wieder frei. Bei seiner Entlassung wartet Marie auf ihn und nimmt sich seiner an. Beide werden ein Paar und heiraten.

Produktionsgeschichte

Gedreht wurde im Studio Babelsberg in Potsdam. Der Autor der Romanvorlage, Gerhart Hauptmann, tritt im Film am Anfang selber auf. Die zeitgenössischen Kritiken sind durchweg positiv. Es wird auf die Zeit nach dem ersten Weltkrieg hingewiesen und die Orientierungslosigkeit der Menschen, auf ein gestörtes Realitätsverhältnis und auf große Ratlosigkeit am Beispiel von Lorenz Lubotas. Der expressionistische Filmstil sorgt für Spannung und eine unbestimmte Mystik.

Titel: Phantom

Regie: Friedrich Wilhelm Murnau

Drehbuch: Thea von Harbou

Romanvorlage: Gerhart Hauptmann

Schauspieler*innen:  Alfred Abel, Frida Richard, Aud Egede-Nissen, Lil Dagover, Karl Etlinger, Hans Heinrich von Twardowski, Adolf Klein, Olga Engl, Lya de Putti, Ilka Grüning

Produzent: Erich Pommer

Kamera: Axel Graatkjaer, Theophan Ouchakoff

Bauten: Erich Czerwonski, Hermann Warm

Schnitt: Friedrich Wilhelm Murnau

Musik:  Leo Spies

 

Produktionsfirma: Uco-Film GmbH

Produktionsjahr: 1922

Genres: Drama, Stummfilm

Land: Deutschland

Sprache: Stummfilm

Drehort: Bioscop-Atelier, Neubabelsberg, Potsdam, Brandenburg

Länge: 116 Min

FSK: 12

Seitenverhältnis:  4:3 – 1.33:1

Sound: Mono

Weitere Titel:

Englisch (US): The Phantom

Französisch: Le fantôme

Italienisch: Fantasma

Spanisch: El beso de la fama

Filmlabel: B-Spree Classics

 

Uraufführung am 13. November 1922, Ufa-Palast am Zoo, Berlin anlässlich des 60. Geburtstages von Gerhart Hauptmann.

Mediabook (Blu-Ray+DVD): 11. November 2022

Über Friedrich Wilhelm Murnau

Friedrich Wilhelm Plumpe, so sein bürgerlicher Name, wurde am 28. Dezember 1888 in Bielefeld geboren. Er besuchte die Schauspielschule bei Max Reinhardt, der sofort sein großes Talent erkannte und ihn zu seinem Regieassistenten am Hebbel-Theater machte. 1910 nahm er den Künstlernamen „Murnau“ an. Zunächst aus künstlerischen Aspekten vor allem aber auch als Zeichen des Bruchs mit seinen Eltern, die seine künstlerischen Tätigkeiten ebenso wenig akzeptierten wie seine Homosexualität. Murnau gilt bis heute als einer der bedeutendsten Regisseure der Stummfilmzeit weltweit und als einer der bedeutendsten deutschen Filmregisseure überhaupt. Drei seiner Filme („Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ „Der letzte Mann“, „Faust“), stehen in den Top 30 (nach Expertenmeinung) der besten in Deutschland entstandenen Filme aller Zeiten. Murnau ging 1927 in die USA und drehte Filme für die Firma Fox.  Der 1927 in den USA entstandene Film „Sunrise“ erhielt bei der Oscarverleihung 1929 drei Oscars. Beim folgenden Film „Vier Teufel“ gab es große Schwierigkeiten mit der Filmfirma Fox, was Murnau verärgerte. Aber auch dieser Film wurde in den USA sehr gut aufgenommen und bewertet. 1929 kam es zum endgültigen Zerwürfnis zwischen Murnau und dem Studio Fox. Bei den Dreharbeiten zu „City Girl“ griff man ständig in seine Arbeit ein. Murnau mochte solche Zwänge nicht und kündigte den Vertrag mit Fox. Er versuchte in Berlin wieder mit der UFA ins Geschäft zu kommen, aber auch das misslang. Daraufhin kaufte er sich eine Segelyacht und fuhr damit in die Südsee.

Auf der Insel Bora Bora drehte er ausschließlich mit Laiendarstellern den Film „Tabu“. Dieser Film, den Murnau selber finanziert hatte, übernahm das Studio Paramount. Dort war man von diesem Film so begeistert, dass man Murnau einen Zweijahresvertrag gab. Das Leben von Friedrich Wilhelm Murnau nahm jedoch einen tragischen Verlauf. Am 11. März 1931, kurz vor einer in Deutschland geplanten Promotions-Tour für den Film „Tabu“, fuhr Murnau auf einer Straße südlich von Santa Barbara (Kalifornien). Er hatte seinen erst 14 jährigen Diener Filipino ans Steuer gelassen. Der schwere Wagen geriet bei hoher Geschwindigkeit außer Kontrolle des Fahrers, überschlug sich und stürzte eine Böschung zehn Meter hinab. Während alle anderen Insassen, neben Murnau und dem Diener noch eine weitere Person und sein Schäferhund nur mit ein paar Kratzern davon kamen prallte Murnau mit dem Hinterkopf gegen einen Leitungsmast und wurde schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus in Santa Barbara eingeliefert und starb in der folgenden Nacht an seinen schweren Kopfverletzungen. Die Premiere seines Film „Tabu“ am 18. März 1931 konnte er nicht mehr erleben. Am 19. März wurde er in Berlin begraben. An seinem Begräbnis nahmen nur 9 Personen teil, darunter Greta Garbo, Emil Jannings, Erich Pommer und G. W. Pabst. Fritz Lang hielt die Trauerrede.

Filmografie (Auswahl)

1917 Teufelsmädchen (verschollen)
1919 Der Knabe in blau (verschollen)
1920 Satanus (Fragment)
Der Bucklige und die Tänzerin (verschollen)
Der Januskopf (verschollen)
Abend, Nacht, Morgen (verschollen)
1921 Der Gang in die Nacht
Marizza, die Schmugglermadonna (Fragment)
Schloss Vogelöd
Sehnsucht (verschollen)
1922 Der brennende Acker
1922 Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
Phantom
1923 Die Austreibung (Fragment)
1924 Die Finanzen des Großherzogs
Der letzte Mann
1925 Tartüff
1926 Faust, eine Volkssage
1927 Sunrise
1928 Vier Teufel (verbrannt)
1930 City Girl
1931 Tabu

In den Wirren des zweiten Weltkrieges gingen einige der deutschen Filme von Friedrich Wilhelm Murnau verloren und gelten heute als verschollen. Bei einem Großbrand in den Firmengebäuden von Fox in den USA verbrannte auch der Film „Vier Teufel“. Von den 22 Filmen Murnaus sind heute nur noch 12 vollständig, 3 als Fragment und 7 nicht mehr vorhanden.

Über Alfred Abel

Alfred Abel wurde als Sohn eines jüdischen Kaufmanns am 12. März 1879 in Leipzig geboren. Abel absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und studierte anschließend an der Leipziger Kunstakademie Kunstzeichnen. Außerdem erhielt er privaten Schauspielunterricht. Nach einigen Stationen an kleineren Theatern kam er 1904 nach Berlin ans Deutsche Theater von Max Reinhardt. In der bekanntesten der nur wenigen Filmarbeiten von Max ReinhardtDie venezianische Nacht“ gab Abel sein Filmdebüt. In seinen über 100 Stummfilmrollen arbeitete er mit den damals bedeutendsten Regisseuren wie Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau in mehreren Filmen zusammen.

1930 besetzte ihn Alfred Hitchcock in seinem Film „Mary“, der deutschen Version von „Murder“. Im Tonfilm spielte Abel meistens Herren mit guten Manieren, bestens gekleidet, von vornehm zurückhaltender Art eines perfekten Gentleman. Abel führte in fünf Filmen selbst Regie und wurde in 36 Tonfilmen als Schauspieler besetzt. Als die Nazis 1935 entdeckten, das Alfred Abel einen jüdischen Vater hatte, also jüdischer Abstammung war, wurde er aus der Reichsfachschaft Film ausgeschlossen. Goebbels persönlich ordnete jedoch an, Alfred Abel aus künstlerischen Gründen wieder aufzunehmen. Alfred Abel starb am 12. Dezember 1937 überraschend in Berlin. Er wurde nur 58 Jahre alt.

Filmografie (Auswahl)

1913 Eine venezianische Nacht
1915 Lache, Bajazzo
1922 Dr. Mabuse, der Spieler 1+2
Der brennende Acker
Phantom
1923 Buddenbrooks
1924 Die Finanzen des Großherzogs
1927  Die Tragödie eines Verlorenen
Metropolis
1930 Dolly macht Karriere
1931 Mary
Das Ekel
Meine Frau, die Hochstaplerin
Der Kongress tanzt
1932 Der weiße Dämon
1933 Brennendes Geheimnis
1935 Victoria
1936 Das Hofkonzert
1937 Sieben Ohrfeigen
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Über Lil Dagover

Lil Dagover wurde am 30. September 1887 in Pati (heute Indonesien) als Marie Antonie Sieglinde Marta Seubert geboren. Lil Dagover war eine der führenden deutschen Stummfilmstars, wirkte aber, anders als andere Stummfilmschauspielerinnen, auch in der Zeit des Tonfilms in vielen Kino und Fernsehproduktionen mit. Sie war von 1913 bis kurz vor ihrem Tod im Januar 1980 in rund 80 Kinofilmen besetzt. Dabei spielte sie unter den bedeutenden deutschen Regisseuren wie Helmut Käutner, Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau, Detlef Sierck, Alfred Weidenmann und Ottokar Runze. Aber auch in internationalen Produktionen war sie zu sehen, so in den USA unter Regisseur Michael Curtiz und in Frankreich unter Regisseur Henri Fescourt. 1907 heiratete sie den Schauspieler Fritz Daghofer und wandelte nun ihren Ehenamen in Lil Dagover ab. Lil von ihrem Rufnamen Sieglinde und bei ihren neuen Ehenamen ersetzte sie das „f“ durch ein „v“. Durch ihren Ehemann kam sie zum Film. 1913 feierte sie ihr Filmdebüt in dem Stummfilmstreifen „Schlangentanz“. 1919 spielte sie in dem Fritz Lang Zweiteiler „Die Spinnen“ ihre erste bedeutende Rolle. 1920 wirkte sie in einem der bedeutendsten deutschen Filme aller Zeiten mit: „Das Cabinet des Dr. Caligari“ unter der Regie von Robert Wiene.

Lil Dagover war die Topbesetzung in den meisten anspruchsvollen Stummfilmen der 1920er Jahre. Nach ihrer Scheidung von Fritz Daghofer heiratete sie 1926 den Filmproduzenten Georg Witt. In den 1920er Jahren spielte sie auch Theater unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin. Sie hatte eine Sprachausbildung, so fiel ihr der Umstieg in den Tonfilm nicht schwer. Auch in der NS-Zeit blieb sie ein gefeierte Filmstar. Sie gab sich unpolitisch und hielt sich von der Öffentlichkeit, so gut es eben ging, fern. Auch nach dem Ende des zweiten Weltkrieges drehte sie ab 1948 wieder Filme. Als sie 1961 in dem Edgar Wallace Klassiker „Die seltsame Gräfin“ die Titelrolle spielte, war sie fast 75 Jahre. In ihrer letzten Filmrolle unter der Regie von Maximilian Schell in „Geschichten aus dem Wienerwald“ war sie dann schon im biblischen Alter von 92 Jahren. Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt sie den Bundesfilmpreis für ihre Rolle in „Königliche Hoheit“ und das Filmband in Gold! Lil Dagover starb am 23. Januar 1980 in ihrem Haus in Grünwald-Geiselgasteig (Bavaria Filmstudios).

Filmografie (Auswahl)

1913 Schlangentanz
1918 Das Lied der Mutter
1919 Die Spinnen 1+2
Harakiri
1920 Das Cabinet des Dr. Caligari
1921 Der müde Tod
1922 Phantom
1925 Tartüff
1927 Der Graf von Monte Christo
1930 Es gibt eine Frau die dich niemals vergisst
Der weiße Teufel
1931 Der Kongress tanzt

Elisabeth von Österreich

The Woman from Monte Carlo

1934 Ich heirate meine Frau
1935 Der Vogelhändler
1936 Schlussakkord
1937 Die Kreutzersonate
1938 Es leuchten die Sterne
1940 Friedrich Schiller
Bismarck
1950 Vom Teufel gejagt
1953 Königliche Hoheit
1954 Schloß Hubertus
1955 Rosen im Herbst (Effi Briest)
1956 Kronprinz Rudolfs letzte Liebe
1959 Buddenbrooks
1961 Die seltsame Gräfin
1975 Der Richter und sein Henker
1977 Die Standarte
1979 Geschichten aus dem Wienerwald

Über Frida Richard

Friederike Raithel, so ihr bürgerlicher Name wurde am 1. November 1873 in Wien geboren. Dort besuchte sie, gemeinsam mit Max Reinhardt und Fritz Richard eine Tanz und Schauspielschule. Fritz Richard heiratete sie 1898. Sie arbeitete zunächst als Englischlehrerin. 1905 zog sie mit ihrem Mann nach Berlin. Dort traf sie auch Max Reinhardt wieder und spielte an seinen Bühnen Theater.

Ab 1910 trat sie auch in Stummfilmen auf und wurde eine der meistbeschäftigten Darstellerinnen der Stummfilmzeit, meistens in Nebenrollen. 1932 zog das Ehepaar Richard nach Salzburg, wo Fritz Richard ein Jahr später starb. Ab Mitte der 1930er Jahre trat sie auch in deutschen Top-Produktionen auf. So spielte sie in „Der Sieger“, „Mutterliebe“, „Ein hoffnungsloser Fall“, „Der Postmeister“ und „Opfergang“ wichtige Rollen. Letzter Film vor ihrem Tod war Leni RiefenstahlsTiefland“. Frida Richard starb am 12. September 1946 in Salzburg. 

Filmografie (Auswahl)

1910 Das vierte Gebot
1913 Eva
1917 Die Glocke
1922 Phantom
1924 Die Nibelungen 1+2

Der Berg des Schicksals

1926 Faust

Manon Lescaut

Der heilige Berg

1928  Schinderhannes
1929 Das brennende Herz
1932 Der Sieger
1939 Mutterliebe
1940 Der Postmeister
1941 Auf Wiedersehn, Franziska
1942 Ewiger Rembrandt

Die goldene Stadt

Opfergang

1945 Tiefland

Über Aud Egede-Nissen

Aud Egede-Nissen wurde am 30. Mai 1893 in Bergen (Norwegen) geboren. Sie spielte ab 1914 in einer Reihe deutscher Stummfilme die Rolle der Femme Fatal. Ob als berechnende Verführerin oder als Dirne, in diesen Rollen war sie großartig. Mit Beginn der Tonfilmzeit endete ihre Filmkarriere. In ihrem letzten deutschen Film, einem der ersten Tonfilme  „Zwischen Tag und Morgen“ spielte sie allerdings noch mal in einer Glanzrolle. Nach ihrer Filmkarriere spielte sie in Norwegen nur noch Theater und führte auch am Theater Regie. Sie starb am 15. November 1974 in Oslo.

Filmografie (Auswahl)

1916 Das Phantom der Oper
1920 Sumurun
Anna Boleyn
1922 Dr. Mabuse, der Spieler 1+2
  Phantom
1923 Die Straße
1925 Die Verrufenen
1931 Zwischen Nacht und Morgen

Phantom | Trailer [2022] (deutsch) ᴴᴰ

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Mehr Informationen

Stimmen zum Film

Das Phantom stellt nach Nosferatu eine deutliche Weiterentwicklung von Murnaus Talent dar.“ (themoviewaffler.com

„Es ist weniger als ein Jahrzehnt her, dass das lange Zeit als verschollen geglaubte Phantom wiederentdeckt und restauriert wurde. Er steht im Schatten seines berühmteren Vorgängers, aber auch wenn er nicht der Meilenstein ist, den Nosferatu darstellt, sollte man ihn sich ansehen.“ (battleshippretension.com

„F.W. Murnaus Phantom, der im selben Jahr erschien, aber nach Nosferatu gedreht wurde, ist kein Fantasyfilm, wie sein Titel vermuten lässt, aber er nähert sich diesem Genre manchmal wegen seiner wiederkehrenden expressionistischen Ästhetik und einiger „Murnauscher“-Themenelemente. Die verschiedenen monochromen Farbtöne des Bildes wurden ausdrücklich von Murnau ausgewählt, der jedoch wollte, dass die Traum- und Alptraumvisionen in reinem Schwarzweiß bleiben.“ (Francis Moury, juanasensio.com)       

„Das vielleicht interessanteste Merkmal von Phantom ist, dass die wichtigsten thematischen Knotenpunkte alle durch unmittelbare visuelle Gimmicks aufgelöst werden, d.h. voll funktionsfähig auf der narrativen und gleichzeitig auf der symbolischen Ebene.“ (David Bax 2015 / garden-of-silence.com)                                     

Phantom, ein ergreifendes Drama über unglückliche Entscheidungen und die Tragödie eines Lebens im Schatten des Scheiterns.“ (cinegrandiose.com)            

Erhältliches Format und Ausstattung

Limitiertes Mediabook (Blu-Ray + DVD):

Bildformat Blu-Ray: 4:3 – 1.33:1 / 1080p 24; Bildformat DVD: 4:3 – 1.33:1

Laufzeit Blu-Ray: 121 Min; Laufzeit DVD: 116 Min

Tonformat Blu-Ray: Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 (mono); Tonformat DVD: Deutsch DD 2.0 (mono)

Bonusmaterial: Mediabook mit 24-seitigem Buchteil mit vielen Bildern und interessanten Hintergrundinformationen

FSK 12 | FSK-Sticker abziehbar  

Neuigkeiten

🎬 „Phantom“ von Friedrich Wilhelm Murnau digital und als limitiertes Mediabook erhältlich

UCM.ONE veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Murnau Stiftung zum 100jährigen Jubiläum der Uraufführung den verschollen geglaubten, großen deutschen Murnau-Filmklassiker, erstmalig in atemberaubender Restauration, pünktlich zum 100- jährigen Jubiläum seiner Uraufführung am 13. November 1922. Film „Phantom“ als Limited Mediabook (in HD neu abgetastet, Blu-ray+DVD+24-seitiges Booklet) sowie bei ausgewählten Download-Portalen. Die literarische Vorlage zu Friedrich Wilhelm…

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