Darlings:

Lena, eine junge Grundschullehrerin aus Berlin, begleitet ihren Partner Ole in sein Heimatdorf. Was wie eine erholsame Auszeit im winterlichen Idyll beginnt, wird schon bald zum Albtraum. Im Kreise seiner alten Clique verändert sich Ole und offenbart bedrängende Verhaltensmuster. Eine gewaltvolle Dynamik entsteht, die nicht nur ihre Beziehung ins Wanken bringt, sondern für Lena zunehmend gefährlich wird.

Darlings“ versucht mit großer Sensibilität die zerstörerische Wirkung von patriarchalem Verhalten zu thematisieren. Damit durchleuchtet der Thriller komplexe Machtverhältnisse in Liebesbeziehungen und zeigt ihre weitreichenden Konsequenzen.

Inhaltsangabe

Ole (Paul Boche) überrascht seine Freundin Lena (Thea Rasche) mit einem heimlich vorbereiteten Ausflug in das von ihm idealisierte und verklärte Dorf seiner Kindheit und Jugend. Zusammen mit Oles jüngerem Bruder Lasse (Tom Böttcher) geht’s zu Dritt von Berlin aus aufs Land.

Das winterliche, stille Landidyll fernab von Lärm und Hektik des städtischen Alltags gefällt Lena.  Auch lernt sie schon bald Oles Jugendfreunde kennen. Deren Umgang untereinander und gegenüber Lena ist zunächst herzlich aber auch eigentümlich rauh. Lena muss beobachten, wie Ole im Kreise seiner alten Clique und bei brachialen Trinkspielen allmählich Wesenszüge offenbart, die sie so an ihm nicht kannte. Ole hingegen geht in der von latenter Gewalt bestimmten Dynamik der Gruppe gerade zu auf und beginnt eigene Lebenspläne zu schmieden. Pläne, in denen Lenas Wünsche schon bald keine Berücksichtigung mehr finden werden.

Der Film basiert auf einem 20-seitigen Drehbuch und wurde in einem intensiven Probenprozess mit den Schauspielenden vor und während der Dreharbeiten entwickelt – diese Arbeitsweise gab der Regie die Möglichkeit, die Innenwelten der Protagonist*innen auf eine spürbar authentische und unverfälschte Weise zu offenbaren.

Darlings“ sieht sich – obwohl als Genrefilm konzipiert – in der Tradition des Berlin Mumblecore und setzt somit auch diese besondere Reihe der bei bei UCM.ONE unter dem Verleihlabel Darling Berlin kuratierten Filme fort.

Regiekommentar

„Darlings“ ist ein Thriller/Drama und thematisiert verborgene Machtmechanismen zwischen Männern und Frauen und eskalierende Gewalt in Liebesbeziehungen. Daher gibt es keinen klaren Antagonisten, sondern eine langsam aufkommende bedrohliche Stimmung, ein allumfassendes Unbehagen, das vom winterlichen Dorf und von Oles Kontrollzwang ausgeht.

Der Film wirft viele Fragen auf, die jeder aus seinen eigenen Beziehungen kennt: Welche Kompromisse gehen wir ein? Wie sieht die gemeinsame Zukunft aus und wann ist es besser einfach loszulassen?

Titel: Darlings

Regie: Steffen Maurer & Lea de Biir

Drehbuch: Lea de Boor, Steffen Maurer

Produzenten: Steffen Maurer, Lea de Boor, Robert Zimmermann, Jessica Rudolph (Koproduzentin)

Darstellende: Thea Rasche, Paul Boche, Tom Böttcher, Ina-Lene Dinse, Felix Maria Zeppenfeld, Malte Thomsen, Matthias Gärtner

Kamera: Manuel Ruge

Schnitt: Jessica Rudolph, BFS

Musik: Robert Zimmermann

Ton: Paulina Albrecht

Genres: Drama, Thriller

Produktionsfirma: filmarche Berlin, Ultimaratiofilm

Produktionsland: Deutschland

Produktionsjahr: 2024

Sprachen: Deutsch

Untertitel: Englisch

FSK : ab 12 Jahren (feiertagsfrei),
Deskriptoren: Gewalt, Sexualität, Bedrohung

Länge: 77 Minuten
Bildformat: 2:39:1
Projektionsformate: DCP (DCI 2K Scope)
Auflösung: 2048×858 Pixel
Ton: 5.1 (DCP) / 2.0

Premiere:
14. April 2023, Achtung Berlin Filmfestival
(Festivalfassung)

Verleih Deutschland: UCM.ONE
Verleihlabel: Darling Berlin

Kinostart: 15. Januar 2026

Über Steffen Maurer (Regie, Buch, Produktion)

Steffen Maurer arbeitet als Regisseur und Kameramann. Seit 2014 ist er Teil des Videokollektivs leftvision und realisiert dokumentarische Arbeiten zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Sein filmischer Ansatz verbindet präzise Beobachtung mit einer ausgeprägten Nähe zu den Protagonist*innen. Zuletzt verantwortete er gemeinsam mit Marco Heinig den Dokumentarfilm „ANTIFA – Schulter an Schulter, wo der Staat versagte“ (2024).

Mit „Darlings“ legt er sein Spielfilmdebüt als Regisseur vor.

Filmographie (Auswahl)

2024 ANTIFA – Schulter an Schulter, wo der Staat versagte (Dokumentarfilm)
2023 Darlings (Spielfilm)
2022 Rise Up (Dokumentarfilm)
2018 Hamburger Gitter (Dokumentarfilm)
2016 ZWI3 (Kurzfilm)

Über Lea de Boor (Regie, Buch, Produktion)

© 2023 Manuel Ruge

Lea de Boor hat Sozialwissenschaften in Berlin studiert und arbeitete anschließend bei Frauen aufs Podium e.V. als Programmreferentin. Aktuell koordiniert sie bei Finanzwende e.V. die Abläufe rund um Projektmittel und institutionelle Förderungen. Ihre Arbeit an Darlings als Autorin, Produzentin und Regisseurin übernahm Lea parallel zu ihrem Studium.

Im Anschluss an ihr Studium arbeite Lea weiterhin als Autorin und Regisseurin. Besonders hervorzuheben ist dabei ihre Arbeit als Regisseurin bei dem Kurzfilm/Serienpiloten “38irgendwas”.

Filmographie (Auswahl)

2024 38irgendwas (Kurzfilm – Serienpilot)
2023 Darlings (Spielfilm)
2021 Ohne uns läuft nichts – Superheldinnen am Limit (Kurz-Dokumentarfilm)

Darlings | Trailer ᴴᴰ (deutsch)

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