Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli:

Bei „Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli“ stürzt sich Kapitän Markus Jolly (Curd Jürgens) in unfreiwillige Abenteuer: er sticht nicht nur in die Südsee, sondern versucht auch eine Gangsterbande übers Knie zu legen, die dringend benötige Medikamente gestohlen hat. An seiner Seite immer mit dabei: sein Bootsmann, Oliver Kniehase (Heinz Reincke), um keinen eindeutig zweideutigen Spruch auf den Lippen verlegen.

Inhalt des Films

Kapitän Markus Jolly ist ein alter Haudegen und hat schon alle Weltmeere befahren. Wegen seiner oft schroffen Art nennen ihn seine Freunde Käpt’n Rauhbein. Einer von nur wenigen echten Freunden ist sein Bootsmann Oliver. Nun kommen beide nach langer Fahrt früher als erwartet wieder in Hamburg an. Markus Jolly möchte gerne seine Frau überraschen und meldet sich nicht sofort zurück. Als er zu Hause ankommt, findet er seine Frau mit einem anderen im Bett. Er will sie sofort verlassen. Als er aus der Wohnung geht, rennt ihm seine Frau nach. Er stößt sie aber weg, sie stolpert und bricht durch das marode Treppengeländer und stürzt in die Tiefe. Sie bleibt tot im unteren Flur liegen. 

Vor Gericht wird Jolly freigesprochen, denn die Sache wird als Unfall gewertet. Jolly sucht seinen Bootsmann Oliver und beide übernehmen sofort einen neuen Auftrag. Auf einer Insel in der Karibik ist eine Seuche ausgebrochen. Jolly soll nun den dort dringend benötigten Impfstoff zu der Insel bringen. Kapitän Jolly sticht also mit der wichtigen Ladung Impfstoff und weiteren Gütern, unter anderem einer großen Menge Alkohol, wieder in See.

In der Karibik angekommen, legen sie im Hafen der kleinen Insel Puerto Negro an. Hier herrscht das totale Chaos. Die Insel wird von einer Gangsterbande beherrscht. Die Polizei ist korrupt und wird von den Gangstern kommandiert. Sofort nach dem Löschen der Ladung wird diese gestohlen und der Diebstahl Kapitän Jolly und Bootsmann Oliver Kniehase in die Schuhe geschoben. Beide werden verhaftet und das Schiff wird beschlagnahmt. Im Gefängnis wird Oliver, der sich der Festnahme widersetzt hat, von der Ärztin Dr. Andersen versorgt. Diese wird danach, gemeinsam mit ihren Helfern (Ärzte und Krankenschwestern), verhaftet und verschleppt. Sie sollten eigentlich die Impfkampagne durchführen. Jolly und Kniehase können aus dem Gefängnis fliehen. Sie finden in der Kaschemme des alten Kumpels von Jolly, Nico, Unterschlupf. Sie beraten, wie es weitergehen soll.

Jolly heuert auf einem Luxusliner als Steward an. Er fällt bei den versnobten und superreichen Passagieren wegen seines mangelhaften Benehmens sofort unangenehm auf. Als er jedoch einer total erschrockenen alten Dame eine dicke, schwarze Tarantel vom Bauch nimmt und diese ins Meer entsorgt, wird er plötzlich zum Helden der Passagiere. 

Auf deren Drängen legt das Schiff an einer bestimmten Stelle der Insel an und Jolly kann von Bord gehen. Hier trifft er wieder auf seinen Bootsmann und gemeinsam wollen sie Dr. Andersen und deren Team aus den Händen der Gangster befreien. Kapitän Markus Jolly ist total überrascht, als er feststellt, wer der Boss hinter der Verbrecherbande ist…

Produktionsgeschichte

Der Film wurde in Hamburg und in Porto gedreht. Johanna von Koczian, weiblicher Top-Star der 50er und 60er Jahre, drehte hier ihren letzten Kinofilm. Danach spielte sie nur noch fürs Fernsehen. Im Lexikon des internationalen Films ist zu lesen: „Kolportage-Geschichte mit deutlichem Hang zur Schilderung von Brutalitäten“.

Titel: Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli

Regie: Rolf Olsen

Drehbuch: Rolf Olsen

Schauspieler*innen: Curd Jürgens, Heinz Reincke, Johanna von Koczian, Herbert Fleischmann, Sieghardt Rupp,  Elisabeth Flickenschildt, Angelika Ott, Christine Schuberth, Ilse Peternell, Fritz Tillmann, Gerhart Lippert, Friedrich Joloff, Rolf Olsen, Emilio Schuberth, James Graser, Poldo Bendandi, Beryl Cunningham, Gerda-Maria Jürgens, Giulio Marchetti, Lenka Novak, Janine Reynaud, Bill Vanders

Produzent: Heinz Willeg,  Samuel M. Sherman

Kamera: Franz Xaver Lederle

Schnitt: Renate Willeg

Musik: Gert Wilden

 

Produktionsfirmen: Terra-Filmkunst, Allianz Filmproduktion

Produktionsjahr: 1971

Genres: Abenteuer

Land: Deutschland

Sprache: Deutsch

Synchronisationen: Italienisch, Deutsch

Drehort: Puerto Rico

Länge: 91 Min

FSK: 16

Seitenverhältnis: 1.66 : 1

Sound Mix: Mono

Auflösung: Full HD (neue 4K-Abtastung)

Weitere Titel:

Englisch (world-wide): Captain Roughneck from St. Pauli

Canada: Captain Typhoon

Französisch: Un ours mal léché

Griechisch: Kaftes nyhtes stin agria zougla

Filmlabel: U8 Films Berlin

Kinostart: 26. August 1971

Mediabook (Blu-Ray+DVD): 14.10.2022

DVD & Blu-Ray: 14.10.2022

Über Regisseur Rolf Olsen

Rolf Olsen war ein Multitalent des Films. Der am 26.12.1919 in Wien als Rudolf Knoblich geborene Alleskönner betätigte sich in seiner langen und erfolgreichen Filmkarriere als Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur. Für viele Filme tat er dies immer gleichzeitig. Auch in diesem Film schrieb er das Drehbuch, führte Regie und spielte in der Rolle als Leichenbeschauer auch noch mit. Rolf Olsen war ein Workaholic! Er arbeitete an rund 100 Filmen und Fernsehproduktionen von 1947 bis 1990 mit. Olsen beherrschte alle Sparten. Ob Komödie, Drama, Krimi oder Horror, Olsen konnte alles. Rolf Olsen erlag am 3.4.1998 in Starnberg einem Krebsleiden.

Filmografie (Auswahl)

1963 Der letzte Ritt nach Santa Cruz
1964 Heiß weht der Wind
1966 In Frankfurt sind die Nächte heiß
1968 Der Arzt von St. Pauli
1969 Auf der Reeperbahn nachts um halb eins
1970 Das kann doch unser´n Willi nicht erschüttern
Der Pfarrer von St. Pauli
1977 Reise ins Jenseits (Dokumentarfilm)
1988 Starke Zeiten

Über Curd Jürgens

Curd Gustav Andreas Gottlieb Franz Jürgens wurde am 13.12.1915 in Solln bei München geboren. Er war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler, mütterlicherseits mit französischen Wurzeln. Er wuchs in Berlin auf. Curd Jürgens arbeitete nach seinem Schulabschluss als Journalist und besuchte nebenher eine Schauspielschule. 1935 stellte er sich bei der UFA vor und wurde prompt engagiert. Während der NS-Zeit wirkte er in 19 Kinofilmen mit. Jürgens war in seiner Jugend unpolitisch. Trotzdem äußerte er immer wieder seine Meinung kritisch und ohne Angst vor der Staatsmacht. 1944 wäre ihm diese Einstellung beinahe zum Verhängnis geworden, weil er sich In einem Lokal in Wien mit ein paar SS-Leuten anlegte, ohne um deren Identität zu wissen. Es handelte sich um den Bruder von Gestapo-Chef Ernst Kaltenbrunner, Robert Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny und einen Mitarbeiter Baldur von Schirachs. Jürgens wurde verhaftet und in ein Arbeitslager gesperrt, von wo ihm nach kurzer Zeit jedoch die Flucht gelang und er untertauchte.

Nach Kriegsende wurde er Intendant des Theaters in Straubing. Curd Jürgens bewarb sich danach am Wiener Burgtheater und wurde angenommen. Um eine Tournee in die Schweiz mitmachen zu können, nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an, denn Deutsche durften nicht aus Österreich in die Schweiz einreisen. In den 60er und 70er Jahren war er ein Anhänger von Willy Brandt, den er auch persönlich gut kannte und öfter traf. Curd Jürgens war fünfmal verheiratet, unter anderem mit der bekannten Schauspielerin Eva Bartok. Er galt als einer der attraktivsten Männer in Deutschland. Brigitte Bardot bezeichnete ihn als „normannischen Schrank“. Die Boulevardzeitung Bild wählte ihn unter den Männern „mit dem größten Sexappeal“ auf Platz 2. Curd Jürgens hat in seinem Schauspielerleben sehr gut verdient. Er leistete sich mehrere Wohnsitze – überall dort wo es schön, sonnig und teuer war. Auf Luxus könne er nicht verzichten, hat er mal gesagt. Auch sein Hobby, teure Luxusautos zu fahren, stellte diese Aussage unter Beweis. Curd Jürgens war ein Lebemann. Er liebte es, gut und üppig zu essen, zu trinken und zu rauchen. Die Folge dieses Lebenswandels waren mehrere Herzoperationen. 1981 spielte er in der großen Russischen Filmproduktion „Teheran 43“ seine letzte große Rolle als ein reicher Anwalt. Kurz nach dem Ende der Dreharbeiten starb Curd Jürgens am 18. Juni 1982 in Wien an multiplem Organversagen. Die Deutsche Fassung des Films, in der er für seine eigene Synchronisation vorgesehen war, konnte er nicht mehr abschließen.

Filmografie (Auswahl)

1937 Zu neuen Ufern
1954 Meines Vaters Pferde
1955 Des Teufels General
1956 Und immer lockt das Weib
Der Kurier des Zaren
London ruft Nordpol
1957 Duell im Atlantik
1958 Jakubowsky und der Oberst
Die Herberge zur 6. Glückseligkeit
Schinderhannes
1959 Katja, die ungekrönte Kaiserin
1960 Schachnovelle
Gustav Adolfs Page
1962
Der längste Tag
1963
Die Flucht der weißen Hengste
1968
Der Arzt von St. Pauli
1969 Luftschlacht um England
1977 James Bond – Der Spion der mich liebte
1978 Schöner Gigolo, armer Gigolo
1980 Warum die UFOs unseren Salat klauen
1981 Teheran 43

Über Heinz Reincke

Heinz Franz Ludwig Reincke wurde am 28.5.1925 in Kiel geboren. Schon als Kind entwickelte sich in ihm der Wunsch, Schauspieler zu werden. Er absolvierte eine Ausbildung an der Handelskammer in Kiel und nahm nebenbei Schauspielunterricht. Das Kieler Stadttheater stellte ihn zunächst als Souffleur und Komparsen ein. Bis 1955 spielte er an verschiedenen Theatern in Deutschland und im benachbarten Ausland. 1955 holte ihn Gustaf Gründgens an das Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg. 10 Jahre lang spielte er dort große Charakterrollen. Von 1968 bis 1985 gehörte er dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Reincke wirkte auch in verschiedenen Kinofilmen mit. Seine besondere Liebe galt aber dem Fernsehen. Er machte sich vor allem als Seriendarsteller einen Namen. Mit der Rolle als Pastor in der Fernsehserie „Der Landarzt” von 1987 bis 2010 wurde er einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Außerdem spielte er in Fernsehserien wie „Hotel Sacher”, „Ein verrücktes Paar”, „Der Alte”, „Derrick”, „Schwarzwaldklinik”, „Zwei Münchner in Hamburg”, „Großstadtrevier” und weiteren Serien mit. Wegen seiner markanten Stimme war er auch ein gesuchter Sprecher für Hörspiele, Synchronisationen und Hörbücher. Seine bedeutendste Sprechrolle war im Film „Die unendliche Geschichte“, als Stimme des Drachen Fuchur. Reincke, der zwar gerne die Rolle des kantigen Norddeutschen spielte, lebte aber seit 1968 mit seiner Ehefrau Elfi Petsch in Wien. Er starb am 13.7.2011 an Lungenkrebs in Purkersdorf bei Wien. Heinz Reincke, der bereits seit 1970 österreichischer Staatsbürger war, ist auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben.

Filmografie (Auswahl)

1957 Bekenntnisse der Hochstaplers Felix Krull
1958 Nasser Asphalt
1960 Faust
1962 Der längste Tag
1968 Der Arzt von St. Pauli
1968 Die Brücke von Remagen
1970
Der Pfarrer von St. Pauli
1971  Sie nannten ihn Krambambuli
1973 Das fliegende Klassenzimmer

Der Lord von Barmbeck

1984
Die unendliche Geschichte (Stimme des Drachen Fuchur)

Über Johanna von Koczian

Johanna von Koczian-Miskolczy ist die Tochter einer Berliner Adelsfamilie und wurde am 30. Oktober 1933 in Berlin geboren. Sie lernte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg und begann Anfang der 1950er Jahre, Theater zu spielen. Ab 1951 war sie bei den Salzburger Festspielen fest engagiert. In den folgenden Jahren trat sie wegen ihres Gesangstalentes hauptsächlich in Musicals auf. 1955 wurde sie für den Film entdeckt. In Filmen wie „Wir Wunderkinder“, für die Rolle in diesem Film erhielt sie den Bundesfilmpreis und den Preis der Filmkritik, sowie in den Filmen „Bezaubernde Arabella“, „Jacqueline“, „Heldinnen“ und „Single Bells“ spielte sie Hauptrollen, für die sie viel Lob und Anerkennung erhielt. Für ihre großartigen Leistungen auf der Theaterbühne wurde sie ebenfalls mit Preisen bedacht. Sie erhielt den Berliner Kunstpreis, die Goldene Maske und dreimal den Goldenen Vorhang.

Dem heutigen Publikum ist sie vor allem als Darstellerin in verschiedenen Fernsehserien bekannt. So spielte sie die Hauptrollen in den ARD-Serien „Stewardessen“, „Café Wernicke“, „Die Landärztin“ und vor allem in „Praxis Bülowbogen“. Einzelne Auftritte hatte sie mehrfach in den ZDF Serien „Der Kommissar“, „Das Traumschiff“, „Derrick“ und „Da kommt Kalle“. In der ARD ist sie in einzelnen Folgen der Serien „Tatort“, „In aller Freundschaft“ und „Unter weißen Segeln“ zu sehen. Ihren bisher letzten Bühnenauftritt hatte Johanna von Koczian 2010 in Berlin. 1977 landete sie als Sängerin mit dem satirischen Schlager „Das bisschen Haushalt“ einen Top-Hit. Sie ist auch als Schriftstellerin erfolgreich, vor allem in der Kinder- und Jugendliteratur. Der Roman „Das Geheimnis einer Vollmondnacht“ wurde verfilmt.

Johanna von Koczian war zweimal verheiratet. In den 1960er Jahren in einer kurzen Ehe mit dem Filmregisseur Dietrich Haugk und danach mit dem Musikproduzenten Wolf Kabitzky, der 2004 verstarb. Heute lebt Johanna von Koczian zurückgezogen in Berlin.

Filmografie (Auswahl)

1957 Viktor und Viktoria
1958 Wir Wunderkinder
1959 Bezaubernde Arabella
1959  Jacqueline
1960 Heldinnen
1962 Straße der Verheißung
1971 Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli
1997 Single Bells
2000 O Palmenbaum
2001 Scheidung mit Hindernissen

Über Elisabeth Flickenschildt

Elisabeth Ida Marie Flickenschildt wurde am 16. März 1905 in Hamburg-Blankenese geboren. Sie wuchs in Hamburg auf und machte dort auch ihr Abitur. Mit 23 Jahren nahm sie Schauspielunterricht und ging anschließend an das Hamburger Schauspielhaus. Danach spielte sie in München und Berlin an verschiedenen Bühnen.

1936 heiratete sie den Dramaturgen und persönlichen Assistenten von Gustaf Gründgens, Rolf Badenhausen, von dem sie 1944 wieder geschieden wurde. Sie blieb aber bei Gründgens und spielte unter seiner Regie weiter Theater. Sie folgte Gründgens von Berlin nach Düsseldorf und nach Hamburg. Unter ihm spielte sie alle denkbaren großen Frauenrollen des klassischen Theaters. 1935 kam sie zum Film. Auch hier glänzte sie mit großer Schauspielkunst in Hauptrollen der Filme „Der zerbrochene Krug“, „Ein Mädchen geht an Land“, „Trenck, der Pandur“, „Rembrandt“ und „Romanze in Moll“. In der NS-Zeit war sie Mitglied der NSDAP und stand auf der sogenannten Gottbegnadeten Liste von Josef Goebbels. Nach dem Krieg wurde sie von den Alliierten Machthabern inhaftiert, allerdings nur für kurze Zeit. Vor allem die Briten nahmen ihr die Mitwirkung in den antibritischen Hetzfilmen „Ohm Krüger“ und „Der Fuchs von Glenarvon“ übel und unterstellten ihr die Fälschung von Fragebögen bezüglich ihrer Entnazifizierung. In den 1950er Jahren spielte sie weiter Theater unter Gründgens. Nach dessen Tod 1963 spielte sie in vielen Filmkomödien, wie den Verfilmungen von Ludwig Thomas Lausbubengeschichten, oder in Kriminalfilmen nach Romanen von Edgar Wallace

1963 kaufte sie den Hof Maria Rast am Chiemsee und zog sich ab 1970 weitgehend vom Theater und Film zurück. 1965 konvertierte sie zum katholischen Glauben. Sie übernahm nur noch gelegentlich Rollen. Um wieder ein Engagement am Hamburger Thalia Theater annehmen zu können, zog sie 1976 wieder nach Stade bei Hamburg. In der Nähe von Stade war sie 1977 Opfer eines schweren Autounfalls, an dessen Folgen sie am 27. Oktober 1977 in Steinkirchen, im Landkreis Stade, verstarb. Das Deutsche Theater verlor eine der größten deutschen Bühnen-Darstellerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts. Neben einer großen Zahl von Ehrungen bekam sie u.a. das Filmband in Gold, den Bambi und das große Bundesverdienstkreuz.

Filmografie (Auswahl)

1937 Der zerbrochene Krug
1938 Der Maulkorb

Ein Mädchen geht an Land

1939 Robert Koch
1940 Trenck, der Pandur
1942 Der große König

Rembrandt

1943 Romanze in Moll
1944 Familie Buchholz
1954 Rittmeister Wronski
1957 Robinson soll nicht sterben

Herrscher ohne Krone

1958 Wir Wunderkinder

Scampolo

1959 Der Besuch der alten Dame
1960 Faust
1962 Das Gasthaus an der Themse
1963 Das große Liebesspiel

Das indische Tuch

1965 Tante Frieda
1971 Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli
1974 Als Mutter streikte
1975 Mit Gift
1976 Die Nacht aus Gold

Über Herbert Fleischmann

Herbert Fleischmann wurde am 13. März 1925 in Nürnberg geboren. Er absolvierte seine Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien. Danach spielte er bis 1960 an diversen Bühnen in Deutschland und Österreich Theater. Er kam 1961 zum Film. Für das Kino arbeitete er nur ganz selten. Er machte sich allerdings durch sein Mitwirken in sechs Verfilmungen von Romanen des Bestsellerautors Johannes Mario Simmel einen Namen.

Im Fernsehen war er in verschiedenen Rollen in bekannten Fernsehserien zu sehen. Er spielte in Klassikern wie „Raumschiff Orion“ mit, wie auch in mehreren Folgen von „Der Kommissar“, „Derrick“, „Tatort“, „Der Alte“, „Das Traumschiff“, oder „Sonderdezernat K1“ und einer Menge mehr. Außerdem wirkte er in einer Reihe von Hörspielen mit. Fleischmann war von 1949 bis 1953 mit der Schauspielerin Ruth Leuwerik verheiratet. Später heiratete er die Schweizerin Miriam Spoerri und lebte mit ihr in Cavigliano im Tessin, wo er auch am 5. April 1984 an Herzversagen starb.

Filmografie (Auswahl, Nur Kinofilme)

1961 Barbara
1963 Durchbruch Lok 234
1967 Kopfstand, Madame
1971 Und Jimmy ging zum Regenbogen

Käpt´n Rauhbein aus St. Pauli

Liebe ist nur ein Wort

1972 Der Stoff aus dem die Träume sind
1973 Alle Menschen werden Brüder
1974 Die Antwort kennt nur der Wind
1975 Verbrechen nach Ladenschluss
1977 Es muss nicht immer Kaviar sein

Aushangbilder

Der damalige Verleih Constantin druckte zum Kinostart 1971 viele Aushangbilder, die in den Schaukästen der Kinos vor dem Eingang bundesweit ausgehängt wurden. Auf diesen konnte man Szenen aus dem Film sowie Werbebotschaften lesen. Nachfolgend ein paar dieser Motive und Texte (zum vergrößern einfach auf das gewünschte Bild klicken):

Materialbearbeitung 

Die „Aufwendige Digitalisierung“ konnte Walter Potganski zusammen mit Cristos Pateludis realisieren, einem Fachmann für Filmrestauration, der selbst einige Tools für die jeweiligen Bearbeitungsstufen entwickelt hat. Zusammen mit Reno Bornkamm ist er Inhaber der Firma Pateludis Video Transfer und war unter anderem verantwortlich für den 4K-Scan, die Lichtbestimmung und Farbkorrektur.

In der Regel werden diese Schritte in Anwesenheit des Kameramanns und des Regisseurs vorgenommen, was in diesem Fall natürlich nicht mehr möglich war. Die Erfahrungen im technischen Bereich der Filmrestaurierung reichen über 40 Jahre zurück und so waren Walter Potganski und Cristos Pateludis in diesem Fall nun selbst verantwortlich für das, was man den „Film-Look“ nennt.

Vorher

Nachher

Vorher

Nachher

Käptn‘ Rauhbein aus St. Pauli | Trailer [2022] (deutsch) ᴴᴰ

 

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Mehr Informationen

Stimmen zum Film

„Auf den normannischen Kleiderschrank Curd Jürgens zugeschnittener deutscher Abenteuerfilm von Rolf Olsen, der für einigen teils amüsanten Trash der 60er und 70er Jahre zuständig war.“ (kino.de)

„Merkwürdigerweise stellt sich ein Gesamteindruck her, der eine Mischung aus alter Jovialität und Anhänglichkeit an den „männlichen“ Helden von damals ist, der sich selber als alt geworden bezeichnet, aber immer noch weiß, was zu tun ist und einen Hauch von Melancholie und Trauer um sich verbreitet. Kommt hinzu, dass das Ganze in Puerto Rico spielt und Exotik stand dem Curd von jeher gut.“ (Review, filmportal.de)

„Ein Seebär kämpft sich durch: Curd Jürgens glänzt als willensstarker Kapitän.“ (fernsehserien.de)

„Jürgens positive Erscheinung lässt noch heute so manche andere Filmberühmtheit kümmerlich erscheinen.“ (Review, film.terrorverlag.de)

Erhältliche Formate und Ausstattungen

Limitiertes Mediabook (Blu-Ray + DVD):

Ungekürzte Kinofassung erstmalig in 4K neu abgetastet und in Full-HD restauriert

Bildformat Blu-Ray: WS 1.66:1 / 1080p 24; Bildformat DVD: WS 1.66:1 (anamorph) | Gesamtlaufzeit Blu-Ray: 92 Min (Deutsche Kinofassung); Gesamtlaufzeit DVD: 89 Min

Tonformat Blu-Ray: Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 (mono); Tonformat DVD: Deutsch DD 2.0 (mono)

Bonusmaterial: Deutscher Trailer, Artwork-Galerie, Mediabook mit 20 seitigem Buchteil mit vielen Bildern und Informationen, inklusive exklusivem Miniatur-Nachdruck des 04-seitigen Filmprogramms von 1971, Trailer zu Der Arzt von St. Pauli u. Der Pfarrer aus St. Pauli. Video-Clip: „Überall auf der Welt ist es schön“

FSK 16 | FSK-Sticker abziehbar

Blu-Ray:

Ungekürzte Kinofassung erstmalig in 4K neu abgetastet und in Full-HD restauriert

Bildformat: WS 1.66:1 / 1080p 24 | Gesamtlaufzeit: 92 Min

Tonformat : Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 (mono) | Bonusmaterial: Deutscher Trailer, Artwork-Galerie, Trailer zu Der Arzt von St. Pauli u. Der Pfarrer aus St. Pauli. Video-Clip: „Überall auf der Welt ist es schön“

FSK 16 | Wendecover ohne FSK-Logo

DVD:

Ungekürzte Kinofassung erstmalig in 4K neu abgetastet und in Full-HD restauriert

BildformatWS 1.66:1 (anamorph) | Gesamtlaufzeit: 89 Min

Tonformat: Deutsch DD 2.0 (mono)

Bonusmaterial: Deutscher Trailer, Artwork-Galerie, Trailer zu Der Arzt von St. Pauli u. Der Pfarrer aus St. Pauli. Video-Clip: „Überall auf der Welt ist es schön“

FSK 16 | Wendecover ohne FSK-Logo

Neuigkeiten

🎬 Im Filmtheater Metropolis in Hamburg wird heute der Film „Der Pfarrer von St. Pauli“ in Anwesenheit des „echten Pfarrers“ gezeigt

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🎬 Ab heute als Mediabook, Blu-Ray, DVD und VoD erhältlich: „Käpt‘n Rauhbein aus St. Pauli“ mit Curd Jürgens

Der Film „Käpt’n Rauhbein aus St. Pauli“ entstand vom 19. April bis zum 1. Juni 1971 in Hamburg, an der Nordsee und an Schauplätzen in San Felice und Porto. UCM.ONE bringt den Film von Regisseur Rolf Olsen auf dem Label U8 Films Berlin in Kooperation mit  moviemax nun in der neuen in 4K abgetasteten und in Full-HD restaurierten Fassung als…

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🎬 „Der Pfarrer von St. Pauli“ mit Curd Jürgens als Mediabook, Blu-Ray, DVD und bei VoD-Portalen erhältlich

Der Film “Der Pfarrer von St. Pauli” von Regisseur Rolf Olsen, sicherlich kein Werbefilme für die katholische Kirche, ist ab heute in der neuen in 4K abgetasteten und in Full-HD restaurierten Fassung auf den Label U8 Films Berlin von UCM.ONE in Kooperation mit  moviemax erhältlich. Zitierte Bibelstellen sind eher ethischer Natur und verdeutlicht, dass Johannsen (Curd Jürgens) eine Ausnahmeerscheinung ist,…

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🎬 „Der Arzt von St. Pauli“ mit Curd Jürgens als Mediabook, Blu-Ray, DVD und bei VoD-Portalen erhältlich

Der Film „Der Arzt von St. Pauli“ von Regisseur Rolf Olsen ist ab heute in der neuen in 4K abgetasteten und in Full-HD restaurierten Fassung auf den Label U8 Films Berlin von UCM.ONE in Kooperation mit  moviemax erhältlich. Der starbesetzte Film mit Curd Jürgens („Der Spion, der mich liebte“), Fritz Wepper („Derrick“, „Der Kommissar“), Dieter Borsche („Das…

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„cinefest – XVI. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes“ in Hamburg eröffnet

Heute wird im Kommunalen Kino Metropolis (Kleine Theaterstr. 10) in Hamburg feierlich das diesjährige cinefest – XVI. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes eröffnet, welches vom 16. bis 24. November in Hamburg stattfinden. UCM.ONE ist in diesem Jahr erstmalig als Partner mit dabei. Zukünftig werden cinefest und UCM.ONE regelmäßig auserlesene Filmperlen veröffentlichen, die im Rahmen des Festivals…

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UCM.ONE veröffentlich 80er Jahre Komödie mit deutschen Weltstars auf dem Label Darling Berlin neu auf DVD und VoD

„Warum die Ufos unseren Salat klauen (Checkpoint Charly)“ ist der Titel einer 80er Jahre Berliner Science Fiction Komödie von Hansjürgen Pohland, die unser Film Label Darling Berlin in Kooperation mit moviemax neu auf DVD und VoD veröffentlicht. Neben Thomas „Tommi“ Piper und Ursula Monn in den Hauptrollen spielen deutsche Weltstars wie Hildegard Knef und Curd Jürgens…

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