Ich Ich Ich:

In ihrem ersten Spielfilm „Ich Ich Ich“ (englischer Titel: „Second Thoughts„) erzählt die Regisseurin Zora Rux, eine langjährige Mitarbeiterin des schwedischen Filmemachers Roy Andersson, in poetischen Tableaus eine surrealistisch-komische Geschichte über die Suche nach dem wahren Ich.

Inhaltsangabe

Marie (Elisa Plüss) wird von ihrem Freund Julian (Thomas Fränzel) auf der Hochzeit seines Bruders vor versammelter Familie mit einem Heiratsantrag überrumpelt. Marie hat keinen Schimmer, wie sie darauf reagieren soll. Sie türmt aufs Land, um allein über sich, ihr Leben  und ihre Beziehung nachzudenken. Allein?

Im Ferienhaus ihrer Mutter wird es alsbald zunehmend enger und absurder: denn Maries Gedanken nehmen plötzlich Gestalt an, ihre Gedankenmenschen werden immer zahlreicher und penetranter. Sie zwingen ihr mögliche Babynamen auf, ein Ex-Freund klettert von Bäumen herunter und ein “lyrisches Ich” im Sari verkündet Maries Innenwelt in Versen. Schließlich kommt ihr Möchtegern-Verlobter ganz real in die trügerische Einsamkeit der Uckermark und bringt gleich eine ganze Busladung eigener Gedankenmenschen mit…

Was wäre, wenn man sich seine Gedanken zeigt? Wie viel Ehrlichkeit verträgt eine Beziehung? In ihrem ersten Spielfilm erzählt die Regisseurin Zora Rux, eine langjährige Mitarbeiterin des schwedischen Filmemachers Roy Andersson, in poetischen Tableaus eine surrealistisch-komische Geschichte über die Suche nach dem wahren Ich.

Über Regisseurin Zora Rux

Zora Ruxgeboren 1988, studierte ab 2011 Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. 2015 erhielt sie ein Stipendium an der Columbia University in New York.

Ihr erster Kurzfilm „Geschützter Raum“ (2014) thematisierte die Rechte von Flüchtlingen. Der Film lief auf über 100 Filmfestivals in der ganzen Welt und gewann zahlreiche Preise. Ihr Kurzfilm „What happens in your brain if you see a german word like…?“ (2015) gewann den Kurzfilmpreis „Short Tiger“ der Filmförderungsanstalt FFA.

Neben ihrem Studium arbeitete sie bereits als Casting Director für Roy Anderssons Film „En duva satt på en gren och funderade på tillvaron“ (deutscher Titel: “Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach„), 2014.  2021 lief ihr erster Langfilm „Ich Ich Ich“ auf verschiedenen Filmfestivals, u. a. Zürich, Taipeh und São Paulo.

2022 erhielt der Film eine Einladung zum Filmfestival Max Ophüls Preis, wo er im Wettbewerb Spielfilm konkurrierte.

Filmographie (Auswahl)

2014 Geschützter Raum | Safe Space – Kurzfilm
2015 What happens in your brain if you see a german word like…? – Kurzfilm
2021 Ich Ich Ich | Second Thoughts – Langfilm

Original Titel: Ich Ich Ich

Buch & Regie: Zora Rux

Schauspieler:innen: Elisa Plüss, Thomas Fränzel, Lola Klamroth, Sebastian Schneider, Judith van der Werff, Henriette Confurius, Wenka von Mikulicz, Paul Lux, Pablo Grant

Produzent:innen: Leonie Minor, Roxana Richters, Fred Burle

Kamera: Jesse Mazuch

Schnitt: Zora Rux, Kalle Boman, Martin Herold, Henning Stöve

Ton: Robert Hefter

Musik: Ben Rössler, Jonathan Ritzel, Mister Milano

 

Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH

Ko-Produktion: Zora Rux, Fred Burle

Produktionsjahr: 2021

Genres: Komödie

Land: Deutschland

Sprache: Deutsch

 

Länge: 85 Min

FSK: 6

Seitenverhältnis: 1:1,85

Ton: Dolby Surround 5.1

Anderer Titel:

Englisch: Second Thoughts

Filmlabel: Darling Berlin

Verleih: UCM.ONE

Kinostart: 01. Dezember 2022

DVD & VoD: tba.

Regiekommentar von Zora Rux

“Wenn zwei Menschen Sex haben, sind vier weitere dabei. Und diese vier sind ihre Eltern.” Das habe ich einmal in einem Psychologiebuch gelesen. Und ich dachte: Nur vier? Das war die Idee für “Ich Ich Ich”, einen Film, in dem wir alle Gedanken als tatsächliche Wesen sehen. Wir sind nie wirklich im Moment, sondern denken gleichzeitig an die Vergangenheit oder träumen von der Zukunft. Diese Gleichzeitigkeit von Handlungen und Gedanken untersucht der Film. Die Welt des Films sieht naturalistisch aus, die Absurdität ergibt sich erst durch die Gedankenpersonen. Diese Gedankenpersonen hatten eine Handvoll Regeln, wen sie sehen können, auf wen sie reagieren können, um ein in sich geschlossenes Filmuniversum zu erschaffen. Gerade weil es üblich geworden ist, Momente mit dem Handy festzuhalten und sie anderen zu zeigen, weil das Naturalistische allgegenwärtig geworden ist, ist es filmästhetisch wichtig, darüber hinauszugehen und zu versuchen, das Unmögliche abzubilden, das, was wir mit bloßem Auge oder durch die Kameralinse nicht sehen können: Die Gedanken. Genau wie Marie also in sich selbst hineinhorcht, tut das der Film auch. 

Es ist mir wichtig, den patriarchalen, männlichen Blick, der auch für mich als Frau gilt, zu hinterfragen, der so fest in unseren Sehgewohnheiten verankert ist, dass wir alle bei jedem Bild, das wir machen, prüfen müssen, ob wir dem Film oder dem Patriarchat dienen. 

Elisa Plüss als Marie

Elisa Plüss wurde 1989 in Zürich geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg. 2010/11 absolvierte sie ein Praxisjahr im Bereich Schauspiel am Burgtheater Wien und war in Mogens Rukovs und Thomas Vinterbergs „Die Kommune“ zu erleben.

2012 stand sie in Martin Kušejs „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ von Rainer Werner Fassbinder auf der Bühne des Residenztheaters München und debütierte 2014 bei den Salzburger Festspielen in Andreas Kriegenburgs Inszenierung „Don Juan kommt aus dem Krieg“ von Ödön von Horváth. Von 2015 – 2019 war Elisa Plüss festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich und ist Studien- und Förderpreisträgerin des Migros-Kulturprozent. 2015 war sie erneut bei den Salzburger Festspielen in ShakespearesKomödie der Irrungen“ zu sehen.

In der Spielzeit 2019/20 war Elisa Plüss unter anderem Gast an der Volksbühne Berlin und spielte in „Legende“ von Stefan Pucher. Zudem arbeitete Elisa Plüss regelmäßig mit Christoph Marthaler (Schauspielhaus Zürich, Kampnagel, Ruhrtriennale) zusammen. Seit Dezember 2021 gehört sie dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Thomas Fränzel als Julian

Der Sohn eines Jazz-Saxophonisten übte nach dem Abitur in Erfurt und einem Volontariat beim Rundfunk zunächst verschiedene Tätigkeiten beim Film und am Theater aus. Von 2002 bis 2006 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Noch während des Studiums erhielt er die Hauptrolle in Vanessa van Houtens Debütspielfilm „Haus der Wünsche„.

Der Kurzfilm “Das Mädchen mit den gelben Strümpfen” mit Thomas Fränzel und Rosalie Thomass in den Hauptrollen wurde 2008 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet. In der 2008 gedrehten Tatort-Folge “Bluthochzeit” hatte Fränzel eine größere Rolle an der Seite von Peter Kremer, Eva Mattes und Petra Schmidt-Schaller. Thomas Fränzel spielte die Hauptrolle eines idealistischen jungen Lehrers im Studienabschlussfilm “Ausreichend”, der auf zahlreichen internationalen Festivals lief und den First Steps Award 2012 in der Kategorie „Spielfilm bis 60 Minuten“ erhielt. Im selben Jahr war er in einer großen Nebenrolle im Kinofilm “Offroad” an der Seite von Nora Tschirner und Elyas M’Barek zu sehen.

2013 spielte Thomas Fränzel mit Maria Schrader und Ursula Werner im Kinofilm “Schwestern” von Anne Wild. Im Improvisationsfilm “Alki, Alki” von Regisseur Axel Ranisch drehte er 2014 in der Rolle eines Psychotherapeuten mit Oliver Korittke und Iris Berben. Auch am Theater war der freischaffende Schauspieler zu sehen, so als Gast am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Er arbeitet zudem als Sprecher für Hörspielproduktionen, Features sowie für Werbespots in Kino und TV.

Ich Ich Ich | Trailer (deutsch) ᴴᴰ

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Mehr Informationen

Stimmen zum Film

„In ihrem Langfilmdebüt zeigt Zora Rux eine Lebenswelt, so fremdbestimmt, dass sie vielmehr allen anderen zu gehören scheint als dem „ICH“ der Protagonistin.“ (FAZ)

„Von der Suche nach einem Wir. In ihrem Film nimmt Zora Rux den Zuschauer mit in die surreale Welt der visualisierten Gedanken.“ (Schwäbische Zeitung)

 „Von Zora Rux so originell wie trefflich inszeniert.“ (Tagesspiegel)

„Regisseurin Zora Rux findet in ihrem Langfilmdebüt Ich Ich Ich überzeugende und überraschende und überwältigende Momente. Unglaubliche Bilder, psychologisch genau und spielerisch leicht. Das ist witzig und tiefgründig und durchweg spannend.“ (Kino-Zeit)

„Das fantasievolle Spielfilmdebüt steht in der Tradition des schwedischen Surrealisten Roy Andersson. Mit poetischen Bildern lotet der Film die Suche nach dem eigenen Lebensweg durch die Introspektion der Hauptfiguren aus.“ (Fimdienst)

Neuigkeiten

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