Dreamers:

Im Alter von 9 Jahren kam Carlos mit seiner mexikanischen Familie illegal nach Chicago. Bis zu seinem 17. Lebensjahr hatte er Aufenthaltsrecht in der USA. Mit seinem 18. Geburtstag änderte sich sein Status. Das Regiepaar Stephanie Barbey & Luc Peter haben Carlos und seine Familie über mehr als zwei Jahre begleitet und durch sie erlebt was es heißt, ohne einen legalen Status in der USA zu leben.

Synopsis

Dreamers, so heißen die jungen Menschen ohne US-amerikanische Ausweispapiere, die im Kindesalter von ihren Eltern in die USA gebracht wurden, meist über die Grenze zu Mexiko. Schätzungen zufolge führen der USA mehr als zwei Millionen Dreamers, ein Leben im Schatten der Gesellschaft. Sie sind illegal, „ohne Dokumente“. Carlos ist einer von ihnen.

In den Augen des Gesetzes ist er seit seinem 18. Geburtstag illegal in den USA. Der amerikanische Traum verwandelt sich in einen Alptraum. Der kleinste Fehler kann ihn zur Abschiebung führen.

Die Schwarz-Weiß-Kameraarbeit von Nikolai von Graevenitz (Deutscher Kamerapreis 2022) wurde speziell ausgewählt, um diese Kontraste und Widersprüche hervorzuheben und zu betonen, was es bedeutet, im Schatten des US-Rechtssystems zu leben. Sie lassen uns die Glitzerwelt des amerikanischen Traums vergessen und vermitteln, trotz der harten Lebenssituation der Protagonist*innen, Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ausgehend von einer sehr persönlichen Geschichte spricht der Film Themen von universellerer Bedeutung an. Diese Erzählung wird durch die Musik von Louis Jucker (Swiss Music Awards 2021) verstärkt. Er lässt uns durch eine poetische Musik-Bild-Komposition in kraftvolle Emotionen eintauchen.

Über die Filmemacher:innen Stéphanie Barbey und Luc Peter

Stéphanie Barbey wurde 1972 in Genf (Schweiz) geboren. Sie hat einen MA der London School of Economics and Political Sciences. Sie studierte Dokumentarfilm an den Ateliers Varan in Paris. Seit 2006 ist sie Mitarbeiterin bei Intermezzo Films und arbeitet als Dokumentarfilmerin. Bei „Dreamers“ war sie sowohl Autorin als auch als Regisseurin tätig.

Luc Peter, geboren 1963, studierte Politikwissenschaft an der Universität Genf (BA 1986 und MA 1989). es folgte ein Studium des Films an der Ecole Cantonale d’Art in Lausanne (1994). Er führte Regie bei zahlreichen Dokumentarfilmen und TV-Dokumentarfilmen.

Seit 2001 ist als Produzent bei Intermezzo Films tätig. Auch er war bei „Dreamers“ sowohl als Autor als auch als Regisseur tätig.

Original Titel: Dreamers

Regie: Stéphanie Barbey, Luc Peter

Kamera: Nikolaï von Graevenitz

Schnitt: Florent Mangeot, Aurique Delannoy

Ton: Masaki Hatsui, Janis Grossmann

Musik: Louis Jucker

 

Produktionsfirmen: Intermezzo Films, in Co-Produktion mit Dirk Manthey Film, RTS Radio Télévision Suisse, SWR/ARTE

Produzenten:innen: Luc Peter, Katia Monla

Co-Produzent: Dirk Manthey

Produktionsjahr: 2023

Genre: Dokumentarfilm

Länder: Schweiz, Deutschland

Drehort: Chicago (USA)

Sprachen: englisch, spanisch

Untertitel-Versionen: deutsch, englisch, französisch

 

Länge: ca. 84 Min.

FSK: 12

Seitenverhältnis / Auflösung: 16:9 / 1998×1080 (letterboxed 2,0:1)

DCP / Projektions-mp4: DCI 2K F-200 5.1 Surround / 1080p24

Ton: 5.1. Surround

Weltpremiere: 

Visions du Réel, Nyon, Schweiz

Filmlabel: NONFY Documentaries

Verleih: UCM.ONE

 

Kinostart in Deutschland & Österreich: 08.02.2024

Interview mit den Filmemachern

„Warum haben Sie Carlos als Hauptfigur ausgewählt?“

„Carlos hat etwas Einzigartiges und zugleich Emblematisches. Er hat etwas an sich, das uns tief berührt: eine Kombination aus Mut und Resignation. Er ist ein „gewöhnlicher Held“, der trotz aller Schwierigkeiten nie aufgibt.“

Wie haben Sie Carlos kennengelernt?

„Dreamers“ ist unser dritter Dokumentarspielfilm. Wir haben ihn vor vielen Jahren bei den Dreharbeiten zu unserem zweiten Film „Broken Land“ kennengelernt, in dem es um die US-mexikanische Grenze geht. Durch die intime Darstellung von Carlos geht „Dreamers“ den Fragen der US-Einwanderung auf den Grund, nämlich was es bedeutet, als junger Mensch ohne Papiere in den USA zu leben. Wir glauben, dass die Macht des Kinos nicht in Erklärungen und Zahlen liegt, sondern in Gefühlen und Empathie. In dieser individuellen Geschichte und diesem Leben können wir das Ausmaß der heutigen Einwanderungstragödie spüren.

Wo spielt der Film?

„Der Alltag von Carlos und seiner Familie spielt sich in Chicago ab, einer Stadt, die sich um eine tolerante Politik gegenüber Menschen ohne Papiere bemüht, die aber nach wie vor der Schauplatz von Gewalt, Rassismus und einigen der größten Ungleichheiten im Land ist.“

Können Sie uns mehr über Ihre visuelle und musikalische Auswahl erzählen?

Die Schwarz-Weiß-Kameraarbeit von Nikolaï von Graevenitz wurde speziell ausgewählt, um diese Kontraste und Widersprüche hervorzuheben und um zu betonen, was es bedeutet, im Schatten des US-Rechtssystems zu leben. Ausgehend von einer sehr persönlichen Geschichte, spricht der Film Themen auf einer universelleren Ebene an. Diese Erzählung wird durch die Musik von Louis Jucker verstärkt. Er lässt uns durch poetische Musik zu Bildkompositionen in starke Emotionen eintauchen.

Über Intermezzo Films

Das 1993 gegründete Unternehmen Intermezzo Films produziert Spiel- und Dokumentarfilme. in einem Geist der Freiheit und künstlerischen Strenge. Die Fima unterstützt ambitionierte Projekte und überdenkt Erzählformen, um innovative und kreative Filme zu fördern. Intermezzo Films versteht sich als unabhängige Prodktionsfirma, nahe an den Regisseuren und den produzierten Filmen.

Mit über 60 Filmen ist Intermezzo Films heute eine der wichtigsten Produktionsfirmen in der französischsprachigen Schweiz. Die Filme sind in internationalen Koproduktionen entstanden, vor allem mit Frankreich oder Deutschland, sowie mit einem gut ausgebauten Netzwerk europäischer Fernsehsender und erhielten Auszeichnungen auf vielen renommierten Festivals (Sundance, IDFA, IFFR, ACID Cannes, Visions du Réel, Filmfestspiele von Venedig). Heute wird das Unternehmen von den Produzent:innen Luc Peter und Katia Monla geleitet.

Über den Co-Produzenten Dirk Manthey

Dirk Manthey Film (DMF) wurde im Jahr 2000 von Dirk Manthey gegründet und hat seinen Sitz in Hamburg, Deutschland. Seitdem hat DMF eine Vielzahl von Filmen produziert, sowohl Spielfilme als auch Dokumentarfilme. Seit seiner Gründung hat sich DMF auf internationale Koproduktionen konzentriert, sowohl in Europa als auch in Lateinamerika, mit welchen ein starkes Netzwerk aufgebaut wurde, was es DMF ermöglicht, ein Verständnis für viele kulturelle und und branchenspezifischen Besonderheiten zu entwickeln. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Produktionsfirma hat „Dirk Manthey Film / Dirk Manthey“ auch die ausführende Produktion und Postproduktionsbetreuung von Big Budget Spiel- und Dokumentarfilmen in den letzten Jahren übernommen.

Die Firma konzentriert sich auf die Entwicklung und Produktion von nationalen und internationalen Dokumentarfilmen, die sowohl eine soziale als auch eine künstlerische Relevanz haben Ihr Ziel ist es, Geschichten zu erzählen, die das Publikum auf einer tieferen Ebene berühren und über die Leinwand hinausreichen. Die starke Präsenz der von ihm entwickelten, und produzierten Filme auf renommierten deutschen und internationalen Filmfestivals und deren große Resonanz belegen die große Nachfrage nach Filmen mit einer starken eigenen Stimme und Haltung.

Kino Trailer

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Neuigkeiten

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