Die Haut der Anderen:

Mit dem Film „Die Haut der Anderen“ (englischer Titel: „The Skin of Others„) legt Thomas Stiller nach „Sie hat es verdient“ seinen nächsten Langfilm vor, der trotz bizarrer erotischer Szenen ein zutiefst romantischer Liebesfilm ist.

Inhaltsangabe:

Marc Deville (Oliver Mommsen) ist ein erfolgreicher Autor für erotische Literatur. Doch im Alltag kann er sich nicht auf körperliche nähe mit dem anderen Geschlecht einlassen. Er ist süchtig nach Pornos und Sexualität funktioniert für ihn nur durch eine zwischen-geschaltete Kamera und Selbstbefriedigung vor dem Abbild. Eines Tages lernt Marc die Kranken-schwester Justine (Isabel Thierauch) kennen. Auch sie hat einen Fetisch: sie steht auf Würgespiele, was zu einer Entfremdung in ihrer Ehe mit E c (Torsten Michaelis), einem Theaterregisseur, führt. Getrieben von normalen, romantischen Sehnsüchten, nähren sich Justine und Marc über mehrere Anläufe an und sind in der Lage, ein Stück Normalität zuzulassen…

Zur Person Thomas Stiller:

Thomas Stiller wurde in Wiesbaden geboren. Nach seinem Abitur Thomas absolvierte Stiller von 1985 bis 1986 eine Schauspiel- und Regieausbildung am Herbert Berghoff-Studio und Actors Studio in New York. Mit dem Film „Die brennende Schnecke“ realisierte er 1995 sein Spielfilmdebüt. Das Drama um einen 14-jährigen Jungen, der in einer Jugendgang seiner Isolation zu entfliehen hofft, wurde im Rahmen zahlreicher internationaler Filmfestivals gezeigt, darunter dem World Film Festival in Montréal, dem Internationalen Filmfestival in Shanghai und dem Internationalen Filmfest in Moskau.

Der 1999 erschienene Psychothriller „Stille Nacht – Heilige Nacht“ bescherte Thomas Stiller im darauffolgenden Jahr eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis. Im Jahr 2000 übernahm er die Regie für „The Great Grandson of the Man Who Drank a Cow“, ein Musikfilm über den japanischen Jazzmusiker und Trompeter Toshinori Kondō. Seit 2003 entstehen unter seiner Regie zudem Kinotrailer für das Internationale Filmfest in Oldenburg. Neben einer Reihe von Fernsehfilmen wie „Der gestohlene Mond“ (2002) mit Birol Ünel und Dietmar Bär sowie Kinoproduktionen wie „Der Junge ohne Eigenschaften“ (2006) mit Marek Harloff und Lisa Martinek war Thomas Stiller darüber hinaus als Regisseur und Drehbuchautor für Episoden der Fernsehserien „Tatort“, „Unschuldig“, „Peter Strohm“ und „Wolffs Revier“ verantwortlich. Besonderen Erfolg verzeichnete er als Drehbuchautor für das Familien–Psychodrama „Unter dem Eis“, das in der Kategorie „Fiktion“ mit dem Adolf-Grimme-Preis 2007 geehrt wurde. 2008 fungierte Thomas Stiller als Regisseur für den Fernsehspielfilm „Zwölf Winter“, der im Jahr 2010 erneut für den Adolf-Grimme-Preis sowie den Deutschen Fernsehkrimipreis nominiert und mit dem Jupiter ausgezeichnet wurde. 

Anlässlich der ARD-Themenwoche „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren setzte Thomas Stiller im Jahr 2009 den Spielfilm „Genug ist nicht genug um“, der die Not und Missstände in deutschen Pflegeeinrichtungen, den Einsatz Ehrenamtlicher und die Folgen ihres Streiks thematisiert. Der Brisanz eskalierender Jugendgewalt widmete sich Thomas Stiller im gleichen Jahr mit dem zunächst für das Kino geplanten Drama „Sie hat es verdient“, in dem eine sozial gut gestellte Schülerin von sozial benachteiligten Gleichaltrigen aus Rachegründen zu Tode gefoltert wird. In der Produktion der teamWorx Television & Film GmbH für die ARD Degeto und den Bayerischen Rundfunk agierten unter anderem Liv Lisa Fries, Koproduzentin Veronica Ferres und François Goeske als Hauptdarsteller. „Die Haut der Anderen“ war nach 3 weiteren Tatort-Filmen und einem Polizeiruf 110 der nächste Spielfilm, den Thomas Stiller als Drehbuchautor und Regisseur realisierte.

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) zum Film:

Das Drama schildert eine schwierige Liebesgeschichte: Der pornosüchtige Autor Mark kann körperlichen Kontakt nicht zulassen und Sexualität nur über Masturbation erleben. Die Krankenschwester Justine hat einen Hang zum Morbiden, verlangt von ihrem Mann Gewalt beim Sex und sieht sich gleichzeitig mit dessen Wutausbrüchen und Kontrollzwang konfrontiert. So sehr sich Mark und Justine eine „normale“ Zweisamkeit wünschen, gerät erst nach mehreren Anläufen ein Neubeginn für beide in Sicht. Filmisch werden die Themen Einsamkeit, Entfremdung, Identitätssuche und Beziehungsarbeit in realistischen Bildern und authentischen Dialogen umgesetzt, sodass der Zuschauer einen ungeschönten Einblick in das Leben der Figuren erhält. 

Original Titel: Die Haut der Anderen

Regie: Thomas Stiller

Regieassistenz: Nicolas Blankenhorn, Kristian Portz, Maximilian Bloching

Drehbuch: Thomas Stiller

Schauspieler*innen: Isabel Thierauch, Oliver Mommsen, Torsten Michaelis, Judith Hoersch, Marco Hofschneider, Filip Januchowski, Sonja Kerskes, Pierre Kiwit, Lasse Myhr, Peter Hommen, Johannes Franke

Produzenten: Thomas Stiller, Adrian Topol, Nick Guido van Ginneken

Koproduzent: Steffen Baermann

Kinematographie: Fee Scherer

Kamera: Marc Liesendahl

Ton: Moritz Monorfalvi, Nikolas Mühe, Linus Nickl, Roland Platz

Schnitt: William James

Visuelle Effekte: Lisa Polle

Kostüme: Jürgen Knoll

Ausstattung: Frank Godt

Musik: Fabian Römer

 

Produktion: Cubatorfilm International, Volle Pulle Berlin

Produktionsleitung: Laura Fischer, Kristian Portz

Produktionsjahr: 2018

Land: Deutschland

Sprache: Deutsch

Untertitel: Englisch, Französisch

 

Länge: 110 Min

FSK: 16

Seitenverhältnis: 1.85 : 1

Ton: Surround Sound 5.1

Auflösung: HD

Weiterer Titel:

Englisch: The Skin of Others

Filmlabel: Artkeim²

Verleih: UCM.ONE

 

Kinostart: 19. April 2018

DVD-Start: 28.06.2019

VoD-Start: 28.06.2019

Der hohe Realismus wird durch den spärlichen Einsatz von Musik verstärkt, was dem Film neben der dialogorientierten Erzählweise Ruhe gibt, jedoch spielen sich starke Konflikte in und zwischen den Figuren ab. Dagegen stellt Marks Sohn mit seinem Wunsch, dem Vater näherzukommen, eine positive Nebenfigur dar. Der Film zeigt die brüchigen Protagonisten und ihre Sexualität in ihrer Ambivalenz [..]. Bis auf Marks und Justines zaghafte Annäherung […] werden die Protagonisten fast durchweg mit problembehafteter Sexualität gezeigt, dies jedoch nie in spekulativen Bildern. Die kurzen Darstellungen mit Gewalt verknüpfter Sexualität sind nicht übermäßig ausgespielt und […] angemessen eingeordnet. Thematisiert werden Probleme Erwachsener, die Zuschauer ab 16 Jahren mit ihrer Entwicklungsreife einordnen können. […] klare Dramaturgie, […] deutliche Entwicklung der Figuren und [ein] Plädoyer für das Aufeinanderzugehen […]“

Trailer (deutsch)

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Pressestimmen

“Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art mit zwei rätselhaften Außenseitern im Zentrum (…) Oliver Mommsen spielt seinen komplexen Charakter mit viel Überzeugungskraft und verleiht ihm ein gewisses Maß an subtiler Zerbrechlichkeit” (spielfilm.de)

“Die Haut der Anderen“ gehört in die Nische des bildungsbürgerlichen Anspruchskinos” (Thorsten Bretzinger, Alex Radio)

“Ein bizarrer Liebesfilm, der bei allen den gezeigten Obsessionen zutiefst romantisch ist.” (ARD Brisant)

“Ein erotisches Drama, das unter die Haut geht” (Westfälische Nachrichten)

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