Am 9. Oktober jährt sich der Todestag von Roy Black (*25. Januar 1943 in Straßberg bei Augsburg als Gerhard Höllerich) zum 30. Mal. Er wuchs in Augsburg als Sohn eines Kaufmanns auf und begann nach dem Abitur ein BWL-Studium, das er aber nicht abschloss. Stattdessen versuchte er sein Glück mit der Musik und hatte erste Auftritte mit seinen Rock’n’Roll-Bands „The Honky Tonks“ und später „Roy Black and his Cannons“. Der Künstlernamen Roy Black ist eine Mischung aus seinem Spitznamen „Blacky“, den er wegen seines schwarzen Haars bekommen hatte, und einer Huldigung an sein Idol Roy Orbison.

Nach ersten Auftritten 1963 in Augsburg, bei denen die Band vor allem Songs von den Beatles und Elvis Presley coverte, wurde er 1964 dank eines vom Bayerischen Rundfunk gesendeten TV-Berichts von einem Produzenten der Polydor entdeckt, der mit ihm als Roy Black, zunächst noch mit den „Cannons“ als Begleitung, einen Plattenvertrag abschloss.

Im Winter 1965 stürmte der blendend aussehende Roy Black mit seiner dritten Single „Du bist nicht allein“, nun als Schlagerkünstler und ohne Band, die Charts. Es folgten Schlager-Evergreens wie „Ganz in Weiß“ (mit unglaublichen 2,5 Millionen verkauften Schallplatten), „Das Mädchen Carina“ oder „Schön ist es auf der Welt zu sein“. Es war aber kein großes Geheimnis, dass Roy Black mit seinen Schlagern und dem damit einhergehenden Image nicht immer glücklich war. 1988 sagte er in Joachim Fuchsbergers ARD-Talkshow „Heut‘ Abend“, dass „Ganz in Weiß“ seine Karriere geprägt und aus einem Rock’n’Roller „plötzlich einen deutschen Schnulzensänger gemacht“ habe.

Im Sog des Erfolgs wurde der Sänger 1968 auch noch ein Filmstar, der in zwölf Spielfilmen mitgespielt hat – wie unter anderem in seinem letzten Spielfilm „Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer“ von 1974, der von UCM.ONE auf dem Label U8 Films Berlin veröffentlicht wird.

Die kommerziell nicht so erfolgreichen 1970er und frühen 1980er Jahre waren von Roy Blacks Alkoholsucht, Depressionen und seiner schweren Herzerkrankung überschattet, aber dank seiner Hauptrolle in der RTL-Serie „Ein Schloß am Wörthersee“, die er ab 1989 spielte, war er Anfang der 1990er beruflich wieder auf Erfolgskurs. Seine Depressionen aber blieben. Am 09. Oktober1991 verstarb Roy Black im Alter von erst 48 Jahren allein in seiner abgelegenen Hütte im oberbayerischen Landkreis Mühldorf, wo sein Bruder ihn fand. Als Todesursache wurde Herzversagen festgestellt, allerdings hatte er angeblich auch einen Alkoholwert von drei Promille im Blut und es halten sich Gerüchte, dass er Selbstmord begangen hat. Er wurde in seinem Geburtsort beigesetzt.

Der Schlagerfilmspezialist Werner Jacobs drehte neben zwei weiteren Roy Black-Filmen auch diese gemütvolle Heimatkomödie vor der romantischen Kulisse des Schwarzwalds. Roy Black singt unter anderem das Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“, begleitet vom Orchester James Last.

Inhalt:

Der junge Architekt Hannes Cremer will seinen beruflichen Stress auf dem Schwarzwälder Bauernhof seines Großvaters vergessen. Er verliebt sich in die Studentin Renate, doch ihre Romanze wird von Hannes’ nachgereister Verehrerin Janine durchkreuzt. Renate ist am nächsten Tag verschwunden und bald auch Hannes kleine Nichte, die im Wald nach Renate suchen wollte. Hannes und sein Freund Uwe machen sich auf die Suche und erleben dabei einige Überraschungen …

Darstellende:

Roy Black, Barbara Nielsen, Heidi Hansen, Elke Aberle, Anita Mally, Peter Millowitsch, Bettina Haensler, Hans-Jürgen Bäumler, Gracia-Maria Kaus, Rut Rex, Rolf Olsen, Eva Garden, Alexander Grill, Ludwig Schmid-Wildy, Ilse Peternell, Ralf Wolter, Elia Zimmermann, Max Strecker, Elfie Pertramer, Franz Muxeneder, Hans Terofal, Claus Biederstaedt.

Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer | Teaser ᴴᴰ

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Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer | Trailer (deutsch) ᴴᴰ

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Weitere Informationen über das Filmlabel: U8 Films Berlin