„Noom Records ist in den 1990er Jahren eines der erfolgreichsten und einflussreichsten Techno-, Trance-, und Acid-Labels gewesen.“  So ist es bei Wikipedia nachzulesen. Wahrscheinlich ist diese Beschreibung auch nicht übertrieben, stand Noom Records doch gleich für mehrere Trends wie z.B. „Hardtrance“, „Acid-Trance“, „Acid“ und „Techno“. In England sowie etwas zeitversetzt in den USA löste Noom Records zudem den „Hoover-Sound Hype“ aus, der wiederum Labels wie Prolekult Records (UK) oder Bonzai Records (Belgien) beeinflußte. Der größte Hit auf dem Label ist bis heute der Titel „Commander Tom – Are Am Eye?“, der weltweit Chartserfolge zu verzeichnen hatte und alleine weit über 200.000 Vinyl-Maxi-Singles verkaufte. Aber auch Titel von Artists wie Mandala, Nexus 6, Cores, Traumatic, Jim Clarke und Nuclear Hyde fehlten weltweit in keiner Schallplattenkiste.

Rückblickend kann man sicherlich sagen, dass eines der Erfolgsgeheimnisse des Labels zu Beginn war, dass der „Noom-Sound“, wie man ihn damals nannte, sowohl in „Trend-Clubs“ wie das „Omen“ von Sven Väth in Frankfurt oder in anderen angesagtesten Clubs in London, Paris, Amsterdam, Mailand und New York rauf und runter lief, gleichzeitig aber auch an Orten wie das „Dorian Gray“ im Frankfurter Flughafen oder den zu der Zeit entstehenden Großraumdiskotheken allgegenwärtig war.

Gegründet wurde das Label 1993 in Neckargemünd bei Heidelberg von Joachim Keil. Ab der Noom 5 („Mandala – The Encore“) stieß als A&R Tom Weyer (besser bekannt unter seinem DJ-Namen Commander Tom) hinzu, der dem Label maßgeblich seine Richtung gab. Den „Noom-Sound“, ein analoger Sound, der ursprünglich geprägt war von Studiogeräten von der Firma Roland (TB-303, SH-101 etc,) in Kombination mit bestimmten Effekten und eigenwilligen Abmischungen,  prägte zudem zum Start der Produzent Raymund Beyer (meist als Ray Boyé auf den Labelcopies zu finden), der zu dieser Zeit sowohl auf R&S Records wie auch auf Sony Dance Pool veröffentlichte. Sicherlich hat diese Kombination auch zu der Bandbreite der DJs, die diesen Sound spielten, geführt.

25 Jahre nach der Veröffentlichung der „Noom 1“ von Jim Clarke (Silverstone EP) veröffentlicht UCM.ONE, der heutige Rechteinhaber des Labels, eine Zusammenstellung von vielen prägenden Titeln seit dem Start von Noom Records, auf der die Artists des Labels noch einmal mit Ihren Original-Produktionen neu gemastert aus der Zeit von 1993 bis heute zusammenfinden. 25 Jahre… ist das wirklich schon so lange her?

Titelliste:

01. Jim Clarke – Smoking Drums
02. Ulysses – K.J’s Flight
03. Jim Clarke – Silverstone
04. Ulysses – Dream’N’Trance
05. Superspy – Free
06. Mandala – The Encore
07. Nexus 6 – Très Chic
08. Traumatic – Tribal Symphony
09. Instant Zen – Synthetic (303 Experience)
10. Tandú – Tranceido
11. Troop – The State
12. Nostradamus – Veto
13. Commander Tom – Are Am Eye?
14. Mandala – Astralia
15. Nuclear Hyde – Pesola
16. Comma, – Lonely Days (Single Cut)
17. Tom de Luxe presents Waterhouse – Ain’t No
18. Commander Tom – Round My Brain
19. Eyerer & Laib pres. – The Chord
20. Microworld – Booby Trap
21. Commander Tom – The Vulcan
22. Jim Clarke – Paraguay
23. Cores – Iowa
24. Jim Clarke – Do You Feel (Like I Do)
25. Andy Trex vs. Commander Tom – Pulse Fiction (Trex 1)

26. Snack & Uwe Hacker – Dampframme (Roadjack) (Street Mix)
27. Mandala – Meltburn
28. CFC-12 – Rest in Hell
29. Licht und Kraft – Ohm
30. Nuclear Hyde – Persuader
31. König de Lûxe – Kingsize
32. Mandala – Evolution
33. Traumatix – Debut
34. Toronto – X-tra See
35. Cores vs. Robyn – Tomahawk
36. M-Pire Project – Discofanz 2000
37. Instinct – Zero
38. Headhunter – Special X (Special Mix)
39. McKay – Meltdown
40. Optimus – Confessions
41. Nostrum – Dig Ayca
42. Lost in Case – Hot Music
43. Commander Tom – Eye Bee M
44. Les Logos – 1.17 Dance
45. T&T – Celebration
46. Commander Tom vs. Marco Düx Baby – The Cow
47. Toronto – Skydome
48. Twisted – Albion
49. Chris Liberator & Dave the Drummer – Poke in the Eye
50. Omicrom – Old School