Mata Hari – Agentin H21

Mit dem Film „Mata Hari – Agentin H21“ veröffentlicht UCM.ONE den zweiten Teil der „blauen Serie„. Basierend auf der wahren Lebensgeschichte der niederländischen Tänzerin Margaretha Geertruida Zelle, erzählt der Film die Geschichte der Spionin Mata Hari, die unter dem Decknamen H 21 für den deutschen Geheimdienst arbeitete.

Inhaltsangabe:

Die gebürtige Holländerin Margaretha Geertruida Zelle macht zur Zeit des Ersten Weltkriegs unter ihrem Künstlernamen Mata Hari (Jeanne Moraeuin Paris Furore als erotische Nackttänzerin. Sie verkehrt in den obersten Kreisen und hat mehrere wohlhabende Liebhaber. Bei einem Empfang der Gräfin du Maine lernt sie Capitaine François Lasalle (Jean-Louis Trintignantkennen, der ihr Geliebter wird. Doch dieses Treffen war kein Zufall, sondern wurde vom deutschen Geheimdienst eingefädelt, für den Mata Hari als Spionin tätig ist. Sie soll Unterlagen, die François bei sich trägt, einem Kontaktmann weitergeben, während ihr Geliebter schläft. Aber Mata Hari verliebt sich in François, der ihr bald auch einen Heiratsantrag macht, den sie aber ablehnt, da sie sonst ihre Spionagetätigkeit aufgeben müsste.

Nur unter Druck nimmt sie den nächsten Auftrag an. Man droht ihr, François würde etwas zustoßen, wenn sie nicht weiterhin mit den Deutsche zusammenarbeitet. Sie soll die Pläne eines französischen Munitionslagers aus einem Safe stehlen. Den Schlüssel zum Safe soll sie Colonel Pelletier bei einem Schäferstündchen entlocken. Der Plan gelingt, auch dank ihres Chauffeurs Julien, der ihr Beschützer und Komplize ist. Die Übergabe der Pläne soll in Barcelona stattfinden. Für die Reise muss Mata Hari bei der Bank in Paris Geld abheben, wo ihr die französischen Behörden eine Falle stellen und sie verhaftet. Ein Militärgericht verurteilt sie zum Tode. François wurde inzwischen von einer deutschen Patrouille getötet, und auch ihr Komplize Julien wurde verhaftet. Mata Hari wird in Vincennes von der französischen Militärpolizei hingerichtet.

Über Jeanne Moreau:

Jeanne Moreau (*1928) war die Tochter einer britischen Tänzerin und eines französischen Brasserie-Besitzers. Ab 1946 studierte sie am Konservatorium in Paris und danach an der Comédie-Française, wo sie das klassische Theater kennenlernte. Schon bald wurde sie als feinfühlige, differenzierte Charakterdarstellerin bekannt. Im Jahr 1952 wechselte sie an das experimentelle Théâtre National Populaire von Jean Vilar, der auch des Gründer des renommierten Festivals von Avignon war, auf dem sie auch auftrat. In der Folge war sie an verschiedenen Bühnen engagiert und spielte auch am Broadway. Moreau genoss den Ruf, eine der besten Schauspielerinnen ihrer Generation zu sein, und wurde mit zahlreichen Theaterpreisen geehrt.

Ab 1948 war Jeanne Moreau auch in Filmen zu sehen. Nach kleineren Rollen wie in Jacques Beckers „Wenn es Nacht wird in Paris“ von 1953, wo sie an der Seite von Jean Gabin spielte, hatte sie 1957 einen ersten größeren Erfolg mit Louis Malles „Fahrstuhl zum Schafott„. Der endgültige Durchbruch gelang ihr 1958 mit dem seinerzeit kontrovers aufgenommenen Film „Die Liebenden„, ebenfalls unter der Regie von Louis Malle. Darauf folgten zahlreiche Hauptrollen in französischen und internationalen Produktionen, u. a. in Filmen von Michelangelo Antonioni („Die Nacht„), Orson Welles („Der Prozess„), Luis Buñuel („Tagebuch einer Kammerzofe„), François Truffaut („Die Braut trug schwarz„) oder Roger Vadim („Gefährliche Liebschaften„) .. In die Filmgeschichte ging sie spätestens mit der Rolle der Catherine in dem Kultfilm „Jules und Jim“ von François Truffaut von 1962 ein. 1976 gab sie ihr Regiedebut mit „Lumière„. Sie kehrte zwischen ihren Filmengagements aber auch immer wieder erfolgreich auf die Bühne zurück.

Jeanne Moreau war zweimal verheiratet, von 1949 bis 1951 mit dem Schauspieler Jean-Louis Richard, mit dem sie den gemiensamen Sohn Jérôme hat, der heute ein erfolgreicher Maler ist. Von 1977 bis 1980 war sie mit dem Regisseur William Friedkin verheiratet. Am Morgen des 31. Juli 2017 wurde Jeanne Moreau von ihrer Putzfrau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie wurde auf dem Cimetière de Montmartre beigesetzt

Original Titel: Mata Hari, agent H21

Regie: Jean-Louis Richard

Drehbuch: Jean-Louis Richard, François Truffaut

Dialoge: François Truffaut

Schauspieler*innen: Jeanne Moreau, Jean-Louis Trintignant, Claude Rich, Henri Garcin, Georges Riquier, Frank Villard, Albert Rémy, Hella Petri, Nicole Desailly, Carla Marlier, Jean-Marie Drot, Marcel Berbert, Georges Géret, Henri Coutet, Charles Denner, Max Desrau, Van Doude, Marie Dubois, Yvette Etiévant, Guy Fox, Édouard Francomme, Marcel Gassouk, Charles Lavialle, Jean-Pierre Léaud, Claude Mansard, Serge Rousseau, Pierre Tornade

Produzent: Eugène Lépicier

Kamera: Michel Kelber

Schnitt: Kenout Peltier

Produktion Design: Claude Pignot

Kostüme: Kenout Peltier

Musik: Georges Delerue

 

Produktionen: Filmel, Les Films du Carrosse, Simar Films, Fida Cinematografica

Produktionsjahr: 1964

Genre: Drama, Romantik, History

Ländern: Frankreich, Italien

Sprache: Französisch

Synchronisation: Deutsch

 

Länge: 95 Min

FSK: 16

Seitenverhältnis: 1.33 : 1

Ton: Mono

Farbe: Schwarz-Weiss

Auflösung: SD

Weitere Titel:

Deutsch: Mata Hari, Agent H.21

Spanisch: Mata-Hari, agente H-21

Portugiesisch: Mata-Hari, Agente H-21

Italienisch: Mata-Hari, agente segreto H21

Japanisch: マタ・ハリ

Griechenland: Mata Hari, praktor X-21

Filmlabel: M-Square Classics

 

Premiere Italien: 31.12.1964

Premiere Frankreich: 29.01.1965

Premiere West-Deutschland: 29.07.1966

DVD-Start: 06.12.2019 (Deutschland)

VoD-Start: 06.12.2019 (Deutschland)

Über Jean-Louis Trintignant:

Jean-Louis Trintignant wurde 1930 in Piolenc im Vaucluse in eine wohlhabende Industriellen-Familie geboren. Mit 20 Jahren gab Trintignant sein Theaterdebüt und zog nach Paris, um dort an der Filmhochschule IDHEC zu studieren. Anfang der 1950er Jahre war er mit mehreren Theaterproduktionen auf Tournee gegangen und 1955 spielte er zum ersten Mal in einem Film mit. Schon ein Jahr später feierte er an der Seite von Brigitte Bardot seinen Durchbruch in Roger Vadims „… und ewig lockt das Weib„. Zu dieser Zeit liebäugelte Trintignant auch mit einer professionellen Karriere als Rennfahrer, einer Passion, der er zeitlebens treu blieb. Trintignant leistete ab 1956 drei Jahre lang seinen Militärdienst, bevor er nach Paris und zum Schauspiel zurückkehren konnte. Im Spielfilm „Ein Mann und eine Frau“ seines Freundes Claude Lelouche spielte er die männliche Hauptrolle an der Seite von Anouk Aimée und feierte damit seinen internationalen Durchbruch. Der Film wurde zum bis dahin international erfolgreichsten französischen Film.

In den 1960er und 1970er Jahren zählte Trintignant zu den gefragtesten europäischen Charakterdarstellern. In diese Zeit fallen Hauptrollen in so bekannten Werken wie „Leichen pflastern seinen Weg“ von 1968, „Der Lügner„, für den er 1968 den Darstellerpreis der Berlinale erhielt, und „Z“ von Costa-Gavras, für den er mit dem Preis als Bester Schauspieler in Cannes ausgezeichnet wurde. Auch in den 1980ern spielte Trintignant in zahlreichen Filmen mit, unter anderem wiederholte er 1986 seine Rolle in der Fortsetzung „Ein Mann und eine Frau: 20 Jahre später„. Ab den 1990er Jahren wurde er immer wählerischer bei der Auswahl seiner Filmrollen. So spielte er 1994 in Krzysztof Kieślowski’s letztem Film, „Drei Farben: Rot“ mit. 2012 feierte er noch einmal einen großen Triumpf mit Michael Hanekes „Liebe“, der in Cannes die Goldene Palme gewann.

Neben gelegentlichen Filmrollen spielte er noch regelmäßig Theater, bevor er 2013 seinen beruflichen Rückzug ankündigte. Nur für Michael Haneke stand er noch einmal 2017 in „Happy End“ vor der Kamera und 2019 für Claude Lelouch, wieder an der Seite von Anouk Aimee, in „Les Plus Belles Annes Daune Vie„, einer weiteren Fortsetzung von „Eine Mann und eine Frau„.

Fakten zum Film:

• Mata Hari (javanisch: Auge des Tages) war der Künstlername der niederländischen Tänzerin Margaretha Geertruida Zelle (* 7. August 1876 in Leeuwarden; † 15. Oktober 1917 in Vincennes, Frankreich). Als Spionin für den deutschen Geheimdienst führte sie den Decknamen H 21. Sie wurde am 25. Juli 1917 wegen Doppelspionage und Hochverrats von den Richtern eines französischen Militärgerichts zum Tode verurteilt und am 15. Oktober 1917 in Vincennes bei Paris hingerichtet.

• Mata Haris Lebensgeschichte war bisher Stoff für über 250 Bücher und ein Dutzend Filme.

• Aufgenommen an Originalschauplätzen in Paris

Jeanne Moreau und Jean-Louis Richard waren kurz verheiratet (1949-1951). Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Jérôme Richard.

Trailer (deutsch)

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Mehr Informationen

Pressestimmen und Zitate

„Eine beachtliche Verfilmung, die zum Reißer ebenso Distanz hält wie zum Gefühlsdrama.“ (Lexikon des Internationalen Films)

„Kameramann Michel Kelber – French Can Can – gelingen beeindruckend gute Schwarzweiß-Aufnahmen und Georges Delerues Partitur ist die übliche Bereicherung für einen Film.“ (derekwinnert.com)

„Die bekannte Geschichte der mutmaßlichen Spionin aus dem Ersten Weltkrieg, in einer beachtlichen Verfilmung, die in freier Gestaltung die Tragik dieses Frauenschicksals zur Darstellung bringt.“ (filmdienst.de)

„Eine ironische Rekonstruktion der Geschichte von Mata-Hari.“ (cinematheque.fr)

„Eine starbesetzte Filmbiografie mit Jeanne Moreau und Jean-Louis Trintignant über die legendäre Femme Fatale mit dem gefährlichen Doppelleben.“ (telerama.fr)

„Michel Kelbers Fotografie ist hervorragend und die Dialoge sind oft brillant. (4 von 5 Sternen).“ (films.oeil-ecran.com)

Technische Daten

Ungeschnittene Kinofassung, erstmalig im Kinoformat auf DVD, neu digital remastered | Bildformat: WS 1.66:1 (anamorph), Schwarz-Weiß-Film | Laufzeit: 95 Min | Tonformat: Deutsch DD 2.0, Französisch DD 2.0 | Artworkgalerie | FSK 16 | Die blaue Serie Nr. 2

Neuigkeiten

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