Hell Night

Nach fast 25 Jahren auf dem Index wurde die Indizierung des Films „Hell Night“ im Dezember 2008 aufgehoben. Weitere 11 Jahre später wird nun erstmalig eine ungeschnittene HD-Fassung des Films, der auch unter dem dem Namen „Paranoia – Alleine mit dem Killer“ bekannt ist, in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Hell Night“ wurde von Irwin Yanlans produziert, der sich auch für die ersten drei Filme „Halloween – Nacht  des Grauens“,  „Halloween 2 – Das Grauen kehrt zurück“ und „Halloween 3 – Die Nacht der Entscheidung“ verantwortlich zeichnet.

UCM.ONE veröffentlicht den Film „Hell Night“ mit Linda Blair, bekannt u.a. aus „Der Exorzist 1„, „Der Exorzist 2„, „Grotesque“ oder „Witchcraft – Das Böse lebt“ auf den Label M-Square Classics ungeschnitten in HD und restauriert als limitiertes Mediabook mit Blu-Ray und DVD und einem 16-seitigem Booklet sowie bei VoD-Portalen.

Inhaltsangabe:

Als Höhepunkt einer Aufnahmeprüfung zur studentischen Verbindung „Alpha Sigma Rho“ sollen die vier jungen Verbindungsanwärter Marti (Linda Blair), Jeff (Peter Barton), Denise (Suki Goodwin) und Seth (Vincent van Patten) eine Nacht im stadtbekannten, altherrschaftlichen Spukhaus Garth Manor verbringen. Angeblich soll der Hausherr dort vor zwölf Jahren seine Ehefrau, drei seiner missgestalteten Kinder und schließlich sich selbst umgebracht und seinen jüngsten Sohn, den schwachsinnigen Andrew, allein zurückgelassen haben. Gruselgeschichten berichten natürlich, dass der Unglückliche immer noch durch das Haus wandelt, was aber selbst die Initiatoren der Aufnahmeprüfung nicht glauben. Doch bei den Streichen, die sie den vier Bewerbern spielen, werden sie plötzlich von einem Killer überrascht und aus der Mutprobe und dem anfänglichen Vergnügen wird schnell blutiger Ernst…

Über den Regisseur:

Tom DeSimone, nicht zu verwechseln mit dem Gangster Thomas „Two-Gun Tommy“ DeSimone, wurde 1939 in Cambridge, Massachusetts geboren. Er machte seinen Bachelor-Abschluss am Emerson College, zog nach Los Angeles und machte seinen Master in Filmwissenschaften an der University of Southern California. Seine Filmkarriere begann Anfangder 1960er mit einigen Erotikfilmen, darunter auch einige Schwulenpornos unter dem Pseudonym Lancer Brooks. Sein Film „The Collection“ von 1970 gilt als erster Schwulenfilm mit Dialogen und Handlung. Es folgten beinahe zwei Dutzend weitereErotikfilme, die unter anderem mit schwulen Vampiren, Zauberbüchern und entflohenen Sträflingen aufwarteten, bis DeSimone 1977 die Regie der Komödie „Chatterbox!“ übernahm, in welcher Penelope, eine junge Kosmetikerin feststellt, dass ihre Vagina sprechen und sogar singen kann, was natürlich zu einiger Verwirrung führt. Der skurrile Film mit Candice Rialson in der Hauptrolle gilt heute als Kult.

Nach weiteren Lancer-Brooks-Filmen wandte sich Tony DeSimone Anfang der 1980er mit „Hell Night“ (Alternativtitel:  „Paranoia – Alleine mit dem Killer„) [1981] und „Mädchen hinter Gittern“ [1982] auch den Genres Horrorfilmen bzw. Thrillern zu. Zwei weitere Thriller und vier Schwulenfilme später endete DeSimones Filmkarriere und er begann, für das Fernsehen zu arbeiten. Seine letzte Regie übernahm er 2002 in einer Folge der Serie „Drei Ladies Undercover“, einem Abklatsch von „Drei Engel für Charly“.

Zur Person Linda Blair:

Linda Blair wurde am 22. Januar 1959 in St. Louis geboren und stand bereits mit knappen zehn Jahren in drei kleineren Rollen vor der Kamera, bis sie unter 600 Kandidatinnen für die Rolle der besessenen Regan im Kulthorrorfilm „Der Exorzist“ (1973) ausgewählt wurde. Ihre erste Hauptrolle brachte ihr direkt eine Oscar-Nominierung sowie einen Golden Globe ein, obwohl später bekannt wurde, dass Linda Blair in den härtesten Szenen von „Der Exorzist“ von Eileen Dietz gedoubelt worden war.

Dennoch wurde sie zum Weltstar und war zunächst in TV- und Horrorfilmen zu sehen. Ihr Horror-Image konnte sie nur schwer ablegen und so schlüpfte sie immer wieder in die Rolle der besessenen oder missbrauchten Frau, wobei ihre freizügige Darstellung ein Übriges tat und noch mehr Aufmerksamkeit erzeugte. Mit Beginn der 1980er waren es nun größten Teils Slasher und Exploitation-Filme, in denen Linda Blair zu sehen war, darunter „Hell Night“ (1981), „Das Frauenlager“ (1983), der Grindhouse-Klassiker „Savage Street – Straße der Gewalt“ (1984) oder „Savage Island“ (1985).

Doch auch in Komödien ließ sie sich von Zeit zu Zeit blicken und spielte 1990 neben Legende Leslie Nielsen in „Von allen Geistern besessen!“  sowie 1992 in „Eine schrecklich nette Familie“ Peg Bundys Cousine Ida Mae, zudem trat sie in Kultserien wie „MacGyver“ oder „Renegade“ in Erscheinung. Bis heute dauert Linda Blairs Film- und TV-Karriere an und sie kann auf zahlreiche Engagements zurückblicken.

Original Titel: Hell Night

Regie: Tom DeSimone

Drehbuch: Randy Feldman

Schauspieler*innen: Linda Blair, Vincent Van Patten, Peter Barton, Kevin Brophy, Jenny Neumann, Suki Goodwin, Jimmy Sturtevant, Hal Ralston, Carey Fox, Ron Gans, Gloria, Jean Hasselhoff, Nathan L. Truman

Produzenten: Bruce Cohn Curtis, Mark L. Rosen, Irwin Yablans

Ausführende Produzenten: Chuck Russell, Joseph Wolf

Kamera: Mac Ahlberg

Technik: John Buckley, Marty Carrillo, Bradley S. Christian, Robert Fischer, Richard Groetchen, Pat Hall, Robert Harmon, Larry Lapointe, Randy Nolen, Rick Rolnick, Danny Toback, Michael Wilson

Ton: Douglas B. Arnold, Jan Brodin, Jim Cypherd, Michael J. Ford, Roxanne Jones, Michael Minkler, Paul A. Sharpe, Sam F. Shaw, Ken Dufva

Schnitt: Anthony DiMarco

Visuelle Effekte: Lisa Polle

Spezialeffekte: John Eggett

Make-Up: Ken Horn, Pamela Peitzman, Tom Schwartz

Kostümdesign: Lennie Barin

Kostüme: Christopher Gibson, Theresa Nicholls, Jacqueline Saint Anne

Stunts: Kerrie Cullen, Freddie Hice, Steve Holladay, Marcia Holley, Freddie Hice

Casting: Robert J. Howard, Victor J. Kubitschek, Steve Ringel

Musik: Dan Wyman

 

Produktionen: BLT Productions, Media Home Entertainment

Produktion der Spezialeffekte: Court Wizard Special Effects

Produktionsjahr: 1981

Genre: Horror

Land: USA

Sprache: Englisch

Synchronisation: Deutsch

 

Länge: 102 Min

FSK: 18

Seitenverhältnis: 1.85 : 1

Ton: Mono

Auflösung: HD

Weitere Titel:

Deutsch: Paranoia, Paranoia – Allein mit dem Killer, Scary Castle (Bootleg Titel)

Französisch: Une nuit en enfer, Une nuit infernale

Spanisch: Noche infernal

Portugiesisch: Noite Infernal

Schwedisch: Helvetesnatten

Finnisch: Helvetin yö

Polnisch: Piekielna noc

Russisch: Адская ночь

Bulgarisch: Адска нощ

Griechisch: Mia nyhta stin Kolasi

Türkisch: Cehennem Gecesi

Premiere: 28. August 1981 (USA)

Filmlabel: M-Square Classics

 

Mediabook-Start (Blu-Ray & DVD) Deutschland: 27.09.2019

VoD-Start: 27.09.2019

Zur Person Vince Van Patten:

Vince Van Patten kam am 17. Oktober 1957 als jüngstes Kind des bekannten US-Fernsehschauspielers Richard Vincent Van Patten in Bellerose, New York zur Welt und es war seines Vaters Agent, der ihn bereits mit neun Jahren für über dreißig Werbespots vor die Kameras holte,darunter für große Marken wie Colgate. Anfang der 1970er bekam sein Vater eine Rolle in der TV-Serie „Arnie“, und die Familie zog nach Los Angeles um. Hier begann Van Pattens Karriere als TV-Kinderstar und er spielte etwa in „Bonanza“, „High Chaparral“ und „Medical Center“.

Auch als er älter wurde, brach seine Karriere nicht ab und schon mit Beginn der 1970er war er in diversen Spielfilmen zu sehen, was sich auch gegen Ende des Jahrzehnts nicht ändern sollte. Dem Actionfilm „Todestrip Los Angeles“ mit Peter Graves in der Hauptrolle von 1979 folgte die Musical-Komödie „Rock ’n‘ Roll High School“ (ebenfalls 1979) sowie das Drama „Yesterday“ und Tom DeSimones Horrorfilm „Hell Night“ (beide 1981).

Doch nicht nur auf der Leinwand, auch auf dem Tenniscourt machte Patten Ende der 1970er eine gute Figur und wurde 1979 von der ATP als Nachwuchsspieler des Jahres geehrt. Das Highlight seiner Tennislaufbahnwar 1981sein Sieg über John McEnroe. Insgesamt schaffte er es auf Platz 26 der Weltrangliste. Alles in allem jedoch stagnierte seine Karriere, filmisch wie auch sportlich, in den 1980ern etwas, was sich zumindest auf dem Bildschirm erst in den 1990ern änderte, als er zunächst in „Matlock“ zu sehen war, dann im Actionfilm „Payback“ und schließlich den Dr. Tom Morella in der TV-Serie „Baywatch“ (1992 – 1997) spielte. Heute ist Vince Van Patten vor allem Pokerfans als Kommentator der World Poker Tour bekannt, bei der er 2010 selbst teilnahm und den 426. Platz erreichte.

Zerhackt und zerstückelt – Der Slasher-Film:

Wenn wir heute Filme sehen, in denen Teenager ein Wochenende in einer einsamen Waldhütte oder eine Nacht in einer verlassenen Irrenanstalt verbringen, ahnen wir bereits, dass bald jede Menge Blut fließen wird. Angefangen mit Mario Bravas „Im Blutrausch des Satans“ (1971) und Bob Clarks „Jessy – Treppe in den Tod“ (ebenfalls 1971) erlebte das Genre des Slasher-Horrors besonders in den 1970ern und 1980ern eine Blütezeit und ein zeitweiliges Revival Mitte der 1990er mit Wes Cravens „Scream!“ (1996) oder „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (1997). Eines der absoluten Genre-Meisterwerke ist sicherlich John Carpenters „Halloween – Die Nacht des Grauens“ von 1978, in dem die junge Jamie Lee Curtis sich dem Kultmörder Michael Myers stellen muss. Anfang der 1980er erschienenverschiedene Slasher, die Carpenters Vorbild folgten und ebenfalls Feiertage als Motiv hatten – so entstanden Schlachtfeste wie „Blutiger Valentinstag“ (1981) und „Muttertag“ (1980), die zeigten, dass auch die ruhige Vorstadt zu einer Todesfalle werden kann. Da mit der Zeit die Blutlust des Publikums immer größer wurde, gestalteten sich mitunter auch die Morde immer bizarrer und blutiger und der Fokus bewegte sichweg von den Opfern und stellte stärker dieKiller in den Vordergrund. Einige der mörderischen Protagonisten wie beispielsweise Michael Myers („Halloween“), Jason Voorhees („Freitag der 13.“), Freddy Krueger („Nightmare on Elm Street“) und der knuffige Chucky aus „Chucky, die Mörderpuppe“ wurden so zu Kultfiguren des Horrorgenres.

Ende der 1980er gingen jedoch die Gewinne an den Kinokassen langsam zurück und die Szeneverlagerte sich zusehends auf VHS, bis Wes Craven das Genre für das Kino mit der überaus erfolgreichen „Scream!“-Reihe wieder ins Leben zurückholte. Darauf folgten verschiedene Remakes und Reboots bekannter Genrevertreter aus den 1980ern wie „Halloween H20“ (1998), „Jason X“ (2002) oder das Remake von W. Lustigs „Maniac“ (2012) mit Elijah Wood in der Hauptrolle. Sogar „Chucky, die Mörderpuppe“ erfuhr 2019 ein Remake. Somit ist das Genre zwar vollgestopft mit Leichen, aber alles andere als tot.

Trailer (deutsch)

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Pressestimmen

„Trotz der ziemlich abgehalfterten Geschichte entpuppt sich Tom DeSimones Streifen aus der Stalk’n‘Slash-Reihe als relativ spannend und atmosphärisch gut gelungen…“ (Die Angst sitzt neben Dir)

Hell Night ist durchaus kurzweilig und wer auf alte Slasher steht, sollte mal reinschauen.“ (tofunerdpunk.blogspot.com)

Hell Night schafft es ein gutes Maß an Spannung zu erzeugen, was natürlich auch der netten Location geschuldet ist.“ (haikosfilmlexikon.de)

„Solider B-Streifen, der seine Mischung aus „Haunted House“ und Slasher nicht in letzter Konsequenz auskostet…dieses Manko wird der Zuschauer, dank gruseliger Atmosphäre, in der zweiten Filmhälfte jedoch wieder vergessen.“ (evil-ed.de)

„Alles in allem ist Hell Night sicherlich zu den am meisten unterschätzten Horrorfilmen zu zählen, die in den 80ern herauskamen. Eine Sichtung ist definitiv empfehlenswert…“ (unserekleinefilmwelt.de)

Exzellente Kameraarbeit und eine ausgezeichnete Filmmusik machen Hell Night zu einem der herausragenden Slasher der 80er.“ (horrorexpress.com)

Ausstattung und technische Daten des Mediabooks

Film erstmalig in der original ungeschnittener Fassung, 16-seitiges Booklet mit Original-Fotos und Hintergrundinformationen  | Bildformat: Letterbox, DVD WS 1.85:1 anamorph; Blu-Ray WS 1.85:1 & 1080p 23,976 | Gesamtlaufzeit Blu-Ray 98 Min, DVD 102 Min | Tonformate Blu-Ray: Deutsch DTS- HD Master Audio 2.0, Englisch DTS- HD Master Audio 2.0; Tonformate DVD: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0 | FSK 18

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