UCM.ONE bringt den international vielbeachteten Dokumentarfilm „Coexistence, My Ass!“ von Regisseurin Amber Fares ab dem 5. Februar 2026 in die Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz und macht damit einen der weltweit vielbeachteten Dokumentarfilme des Jahres einem breiten Kinopublikum zugänglich.
Am Vorabend des Kinostarts – am 4. Februar 2026 um 19:30 Uhr – fand im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin die offizielle Premiere zum Kinostart statt. Eingeladen hatten UCM.ONE gemeinsam mit dem JFBB – Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg, der Organisation Friends of Standing Together Berlin sowie dem New Israel Fund (NIF) Deutschland. Unter den Gästen waren Vertreter*innen der Kooperationspartner*innen ebenso wie zahlreiche Vertreter*innen aus Presse- und Filmbranche.


Naomi Levari, deutsch-amerikanisch-israelische Produzentin, Filmjournalistin und Mitglied des Programmkomitees des JFBB, moderierte den Abend und führte durch das Programm. Nach der Vorführung des Films in der Originalfassung mit englischen Untertiteln (OmeU) schlossen sich ein Filmgespräch mit digitalem Live-Q&A mit Produzentin und Autorin Rahel Leah Jones und Regisseurin und Produzentin Amber Fares an.
Im Gespräch gewährten Fares und Jones vertiefende Einblicke in den Entstehungsprozess des Films, ihre Arbeitsweise sowie die besonderen Herausforderungen der Produktion – insbesondere im Kontext der Ereignisse seit dem 7. Oktober 2023. Zudem berichteten sie von den vielfältigen Reaktionen und Diskussionen, die „Coexistence, My Ass!“ beim Publikum im Nahen Osten und international ausgelöst hat. Das Berliner Publikum beteiligte sich rege an der offenen und vielschichtigen Diskussion.


Mit der Kinostartpremiere von „Coexistence,My Ass!“ setzt UCM.ONE die Zusammenarbeit mit dem JFBB fort, das in seinem Programm jüdische Gegenwartsrealitäten und gesellschaftliche Debatten kritisch in den Blick nimmt. Gemeinsam mit den Kooperarionspartner*innen setzt UCM.ONE damit ein Zeichen für offenen Diskurs, konstruktiven Austausch und Perspektivenvielfalt.



Inhalt
„Coexistence, My Ass!“ begleitet die israelische Aktivistin und Komikerin Noam Shuster Eliassi bei der Entstehung ihrer gleichnamigen Comedy-Show. Der Dokumentarfilm, der über einen Zeitraum von fünf turbulenten Jahren gedreht wurde, zeichnet Noams persönlichen, beruflichen und politischen Werdegang vor dem Hintergrund der stetigen Verschlechterung der Lage in der Region nach.
Aufgewachsen im zweisprachigen israelisch-palästinensischen Dorf Wahat al-Salam – Neve Shalom (Oase des Friedens), einer bewusst integrierten Gemeinde, verliert Noam zunehmend den Glauben an den traditionellen Friedensaktivismus. Sie wendet sich der Stand-up-Comedy zu und erregt schnell Aufmerksamkeit im gesamten Nahen Osten. Doch während ihr Stern steigt, bricht alles um sie herum zusammen.
Mit beißender Satire konfrontiert Noam ihr Publikum mit schwierigen Wahrheiten, die nicht immer lustig sind, uns aber daran erinnern, dass eine andere Realität möglich ist.

Filmgespräch: Amber Fares und Rachel Leah Jones im Interview mit Christoph Terhechte
© 2026 UCM.ONE / NONFY Documentaries
Im Filmgespräch zum Kinostart spricht Christoph Terhechte (bis 31.01.2026 Festivalleiter DOK Leipzig; zuvor Leiter des Berlinale-Forums) mit Amber Fares und Rachel Leah Jones über „Coexistence, My Ass!“ – und darüber, wie Noam Shuster Eliassi als Protagonistin und ihre Comedy einen Film trägt, der über fünf Jahre reift und nach dem 7. Oktober 2023 neu nach Worten suchen muss. Fares schildert, wie sie Noam aus langjähriger Bekanntschaft heraus in Harvard beim Aufbau der One-Woman-Show zu drehen begann, ohne fertigen dramaturgischen Plan; Jones beschreibt die enge Vor-Ort-Zusammenarbeit, das ständige Nachschärfen von Kontext und Verständlichkeit und die Stärke eines diversen Teams zwischen Sprachen und Perspektiven. Klar wird: Der Film verzichtet auf Talking-Heads und macht Noams Bühne zur Erzählmaschine – Selbstbefragung, Kommentar, Schutzraum und Risiko zugleich. In der Zuspitzung der Gegenwart zeigt sich die Radikalität dieses Prinzips: Comedy ist hier keine Flucht, sondern eine Methode, Widersprüche sichtbar zu halten.

Weitere Informationen über den Film: Coexistence, my Ass!
Weitere Informationen über das Filmlabel: NONFY Documentaries


