Coexistence, My Ass!

Noam Shuster Eliassi wuchs als Aushängeschild des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses auf, bevor sie sich entschlossen der Stand-up-Comedy und politischen Satire zuwandte. Doch während die Region immer tiefer in verheerende Gewalt versinkt, muss sie sich der Situation stellen und ihr Publikum mit harten Wahrheiten konfrontieren, die kein Grund zum Lachen sind.

Inhaltsangabe

Coexistence, My Ass!“ begleitet die israelische Aktivistin und Komikerin Noam Shuster Eliassi bei der Entstehung ihrer gleichnamigen Comedy-Show. Der Dokumentarfilm, der über einen Zeitraum von fünf turbulenten Jahren gedreht wurde, zeichnet Noams persönlichen, beruflichen und politischen Werdegang vor dem Hintergrund der stetigen Verschlechterung der Lage in der Region nach.

Aufgewachsen im zweisprachigen israelisch-palästinensischen Dorf Wahat al-Salam – Neve Shalom (Oase des Friedens), einer bewusst integrierten Gemeinde, verliert Noam zunehmend den Glauben an den traditionellen Friedensaktivismus. Sie wendet sich der Stand-up-Comedy zu und erregt schnell Aufmerksamkeit im gesamten Nahen Osten. Doch während ihr Stern steigt, bricht alles um sie herum zusammen. Mit beißender Satire konfrontiert Noam ihr Publikum mit schwierigen Wahrheiten, die nicht immer lustig sind, uns aber daran erinnern, dass eine andere Realität möglich ist.

Preise und Festivals (Auswahl)

  • 2025 Sundance: „World Cinema Documentary Special Jury Award for Freedom of Expression“ -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Thessaloniki International Documentary Festival: “International Competition Golden Alexander” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Thessaloniki International Documentary Festival: “Human Rights in Motion Award” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Full Frame: “Center for Documentary Studies Filmmaker Award” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Millennium Docs Against Gravit: “Lower Silesia Grand Prix” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Dokufest: “Best Youth Film Award” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Woodstock FF: “Honorable Mention: Best Feature Documentary” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Woodstock FF: “Best Editing Documentary Award” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Festival de cinéma de la ville de Québec: „Emerging Talent Award“ -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Cinema Eye Honors: “Unforgettables Award“ -> Noam Shuster Eliassi
  • 2025 Centre FF: Jury Award “Best Documentary Feature” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Boston Jewish FF: „Audience Award” -> Coexistence, My Ass!
  • 2025 Torino FF: „Gandhi’s Glasses Award” -> Coexistence, My Ass!

Titel: Coexistence, My Ass!

Regie: Amber Fares

Drehbuch: Amber Fares

Produzenten: Amber Fares, Rachel Leah Jones

Darstellende: Naom Shuster Eliassi u.a.

Kamera: Philippe Bellaïche, Amber Fares, Amit Chachamov

Schnitt: Rabab Haj Yahya

Musik: William Ryan Fritch

Genres: Dokumentarfilm

Produktionsfirma: My Teez Productionn (US), Little Big Story (Fr), u.a.

Produktionsland: USA, Frankreich

Produktionsjahr: 2025

Sprachen: Englisch, Hebräisch, Arabisch, Farsih

Untertitel: Deutsch, Englisch

FSK : ab 12 Jahren (beantragt)
Länge: 95 Minuten
Bildformat: 16:9
Projektionsformate: DCP (DCI 2K Flat)
Auflösung: 1998×1080
Ton: 5.1 (DCP) / 2.0

Premiere:
26. Januar 2025
Sundance Film Festival

Verleih (D / A / CH): UCM.ONE
Verleihlabel: NONFY Documentaries

Kinostart: 05. Februar 2026

Kommentar von Regisseurin Amber Fares

„Ich hatte nicht vor, Filmemacherin zu werden. Ich hatte einen MBA abgeschlossen und war auf dem Weg zu einer Karriere im Marketing, als der 11. September 2001 passierte und mein Leben eine andere Wendung nahm. Während ich SPEED SISTERS drehte, lebte ich sieben Jahre lang im Westjordanland. Ich tauchte hauptsächlich in das Leben der Palästinenser*innen unter Besatzung ein, traf aber auch einige Israelis, die für ein Ende der Besatzung kämpften. Einige lernte ich bei wöchentlichen Protesten im Westjordanland kennen, andere auf Partys in Westjerusalem. Noam Shuster war anders. Ich traf Noam in einer Bar in Ramallah, wo sie mit ihren palästinensischen Freund*innen zusammen war und viel besser Arabisch sprach als ich.

Noam hat einzigartige Eigenschaften, die ich nur bei sehr wenigen Menschen gesehen habe. Sie hat die Fähigkeit, sich nahtlos zwischen Gruppen zu bewegen, die sich gegenseitig auszuschließen scheinen. Sie ist in der Lage, mehrere Perspektiven auf die Realität einzunehmen, lehnt Entweder-oder-Erzählungen ab und verliert dabei nicht das Wichtigste aus den Augen. Sie sagt der Macht die Wahrheit in drei verschiedenen Sprachen. Und sie ist wirklich witzig.

Ich begann 2019 mit Noam zu filmen, als sie nach Boston zog, um ihre Ein-Frau-Show in Harvard aufzubauen. Seitdem hat ihre Reise viele überraschende Wendungen genommen, ebenso wie unsere Welt. Ich habe sie begleitet, als sie sich mit zunehmenden Angriffen auf Andersdenkende aus ihrer eigenen Gesellschaft und natürlich mit der fast vollständigen Zerstörung des Gazastreifens auseinandersetzen musste. Es ist ihre Lebensaufgabe, ihr Publikum mit Humor dazu zu bringen, sich diesen Realitäten zu stellen – und es war mir eine Ehre, sie auf ihrer Reise zu begleiten.

Noam hat mich beeindruckt, weil sie ein inspirierendes Vorbild dafür ist, was möglich ist – eine mehrsprachige, multikulturelle Bürgerin, die sich solidarisch mit den Unterdrückten zeigt, ihre Zukunft mit der ihrer palästinensischen Nachbar*innen verbunden sieht und weiß, dass echte Koexistenz nur auf Gerechtigkeit und Gleichheit basieren kann.“

Coexistence, My Ass! | Trailer (mit deutschen Untertiteln) ᴴᴰ

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Neuigkeiten

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Der Dokumentarfilm „Coexistence, My Ass!“ wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences auf die Oscar®-Shortlist 2026 in der Kategorie „Documentary Feature Film“ gesetzt. Herzlichen Glückwunsch an Amber Fares, Rachel Leah Jones und das ganze Filmteam sowie an die Protagonistin Noam Shuster Eliassi! „Coexistence, My Ass!“ begleitet die israelische Komikerin und Aktivistin Noam…

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