Der bewegende Dokumentarfilm „Where the Waves Took Her“ von Jana Stallein feierte eine umjubelte Premiere im CineStar Kino in der KulturBrauerei in Berlin. Nach zahlreichen Festivalaufführungen bringen UCM.ONE und NONFY Documentaries den ersten abendfüllenden Dokumentarfilm von Regisseurin Jana Stallein nach zahlreichen Festivalaufführungen am 3. September in die deutschen Kinos.
Die offizielle Premiere zum Kinostart fand am 3. September 2026 um 19:30 Uhr vor nahezu ausverkauftem Haus in der KulturBrauerei statt, eingeladen hatte UCM.ONE gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen von Sea-Eye, SOS Humanity, Sea Punks, Sea Watch und United 4 Rescue. Unter den Gästen waren Vertreter*innen der Kooperationspartner*innen ebenso wie zahlreiche Vertreter*innen der Presse und der Filmbranche.


Im Anschluss an die Vorführung von „Where the Waves Took Her“ fand ein von der Co-Geschäftsführerin von Sea-Eye, Anna Di Bari, moderiertes Filmgespräch statt. Regisseurin Jana Stallein, Produzentin Charlotte Peters, Kamerafrau Sophia Fenn und Protagonistin Anne-Katrin Klotzsch, Hebamme im Einsatz auf der im Film dokumentierten Seenotrettungsmission von SOS Humanity, berichteten dem spürbar bewegten Publikum von der Entwicklung des Films und den herausfordernden Dreharbeiten ebenso wie von den erschütternden Erlebnissen und den teilweise ernüchternden Erfahrungen der Geretteten nach dem Ankommen in Europa. Auch das sehr interessierte und engagierte Publikum beteiligte sich rege an der Diskussion.
Der Kinostart von „Where the Waves Took Her“ soll der oftmals in Klischees erstarrten öffentlichen und medialen Debatte um die Seenotrettung neue Bilder entgegensetzen – Bilder von Menschen, die es nicht akzeptieren wollen, dass Europas humanistische Werte im Mittelmeer ertränkt werden.



Inhalt
Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen oft die letzte Hoffnung, Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen. Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. „Where the Waves Took Her“ begleitet die erste Rettungsmission der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur Fluchtgeschichte der Frauen erzählt.
Während wir mit Anne-Katrin das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten Studio über das Leid, was die Flucht nach Europa für sie mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte, poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln. Auf dem Schiff treffen die Welten der Frauen und der Crew dann für einen kurzen Moment aufeinander, bevor die Frauen in Italien ankommen und eine weitere Reise ins Ungewisse startet.
Weitere Informationen über den Film: Where the Waves Took Her
Weitere Informationen über das Filmlabel: NONFY Documentaries


