Where the Waves Took Her

Für viele Menschen ist die Flucht über das Mittelmeer die letzte Hoffnung – und zugleich die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Da immer häufiger auch Frauen und Kinder diesen Weg auf sich nehmen, gehört inzwischen eine Hebamme zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. „Where the Waves Took Her“ begleitet die Hebamme Anne-Katrin bei ihrem ersten Einsatz, porträtiert ein starkes weibliches Team an Bord und gibt den geflüchteten Frauen den Raum, ihre Geschichten selbst zu erzählen.

Inhaltsangabe

Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen oft die letzte Hoffnung, Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen. Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. „Where the Waves Took Her“ begleitet die erste Rettungsmission der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur Fluchtgeschichte der Frauen erzählt.

Während wir mit Anne-Katrin das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten Studio über das Leid, was die Flucht nach Europa für sie mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte, poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln. Auf dem Schiff treffen die Welten der Frauen und der Crew dann für einen kurzen Moment aufeinander, bevor die Frauen in Italien ankommen und eine weitere Reise ins Ungewisse startet.

Festivalauswahl & Preise

  • 59. Internationale Hofer Filmtage 2025 – Lobende Erwähnung des GRANIT Dokumentarfilmpreis
  • 22. achtung berlin Filmfestival 2026 – Wettbewerb Dokumentarfilm (Berlin Premiere)
  • Human Rights Festival Berlin 2026 – Offizielle Auswah
  • Internationales Frauen Filmfest Dortmund+Köln 2026 – Female Gaze – CineOne & sPOTTlight Nationalen Preis für Bildgestalter*innen (Kamera: Sophia Fenn)
  • Hot Docs 2026 – Persister Programme (Internationale Premiere)
  • 55. Sehsüchte International Student Film Festival 2026 – Wettbewerb Dokumentarfilm
  • DOK.fest München 2026 – Offizielle Auswahl
  • SI STAR Nachwuchspreis für Regisseurinnen 2026 (Regie: Jana Stallein)
  • Deutscher Kamerapreis 2026 – Nominierung in der Kategorie Doku Kino (Kamera: Sophia Fenn)
  • DOK.fest München 2026 – Nominierung für den VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis (Produzentin: Charlotte Peters)

Regiekommentar – Jana Stallein

„2019 war ich erstmals Teil einer Seenotrettung. Mitten in der Nacht retteten wir 32 Personen, darunter 5 Frauen und 10 Kinder, das jüngste nur 3 Monate alt. Dreieinhalb Meter hohe Wellen brachen über unser kleines Schiff. Eine hochschwangere Frau gestand erst Tage später, dass sie ihr Baby im Bauch seit der Rettung nicht mehr spürte. Wir hatten keine Hebamme an Bord. Dieser Moment blieb mir im Kopf und motivierte mich, diesen Thema zu behandeln: Eine Frau, die sich schuldig fühlt, weil sie sich ein besseres Leben für ihre Kinder wünscht und dafür alles riskiert.

„Ich hab angefangen, meine Geschichte aufzuschreiben, um sie mit der Welt zu teilen“, sagte eine Frau, noch bevor ich die Aufnahme begann, „Sie ist sozial, spirituell und lehrreich. Ich glaube, sie wird auch bei euch Anklang finden.“ Jeder Satz, der darauf folgte, war erschreckend aber die Worte gewählt wie in einem Gedicht. Ich will, dass diese Geschichten gehört werden.“

Titel: Where the Waves Took Her

Regie: Jana Stallein
Drehbuch: Jana Stallein
Protagonistinnen: Fahma Abdukader Farah, Jeanine Tchokotte, Joseline Cabry Fotsing, Julie Tankeu Yonga, Mariame Diallo, Anne-Katrin Klotzsch
Kamera: Sophia Fenn
Schnitt: Amélie Richter
Szenenbild: Antonia Nestler
Originalton: Jana Stallein, Henric Schleiner
Filmmusik, Sounddesign: Henric Schleiner
O-Ton Editing, Mischung: Henning Großmann
Gesang: Leen Al-Hassan
Produzent*innen: Charlotte Peters, Levin Hübner
Produktionsleitung: Lena Gill
Redaktion: Rolf Bergmann (rbb)
Genre: Dokumentarfilm
Produktionsfirmen: Wüste Film West
Koproduktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf,
Rundfunk Berlin-Brandenburg

Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr: 2025
Sprachen: Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Somali
Untertitel: Deutsch oder Englisch
FSK: ab 12 Jahren (feiertagsfrei)
Deskriptoren: belastende Themen
Länge: 83 Minuten
Bildformat: 2,39:1
Projektionsformate: DCP (DCI 2K Scope), MP4 (Full HD 1080p)
Auflösung: 2048×858
Bildrate: 25fps
Ton: 5.1 Surround, 2.0 Stereo

Premiere:
22. Oktober 2025
59. Internationale Hofer Filmtage

Verleih und Weltvertrieb: UCM.ONE
Filmlabel: NONFY Documentaries

Kinostart: 3. September 2026

Über Jana Stallein (Regie)

Jana Stallein studierte Dokumentarfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Ihr Film „Where the Waves Took Her“ feierte seine Premiere auf dem Hof International Film Festival, wo er eine besondere Erwähnung im GRANIT-Dokumentarfilmwettbewerb erhielt. Ihr erstes Regieprojekt im Bereich VR, das immersive Erlebnis AFTER THE GAME (2025), feierte 2026 auf dem Internationalen Filmfestival Rotterdam Premiere. Als Regisseurin wurde sie 2026 mit dem SI STAR Young Talent Award ausgezeichnet.

Filmographie (Auswahl)

2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (Dokumentarfilm, 83 Minuten)
2025 AFTER THE GAME (VR-Excperience, 17 Minuten)
2022 HI I’M TOXIC (Experimentalfilm, 8 Minuten)
2022 SHAPES OF LESBOS (Dokumentarfilm, 70 Minuten)
© Sebastian Beierle

Über Charlotte Peters (Produzentin)

© Julian Dieterich

Lotte studiert Film- und Fernsehproduktion im Master an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Sie arbeitete u. a. für Wüste Film, Achtung Panda!, die MOIN Filmförderung und war Stipendiatin des VFF-Nachwuchsstipendiums für Produktionsstudierende. Ihr erster Langfilm „Where the Waves Took Her“ feierte 2025 Premiere in Hof, lief anschließend bei Hot Docs und kommt in der 2. Hälfte 2026 ins Kino. Für ihre Arbeit wurde sie für den VFF Nachwuchs-Produktionspreis nominiert. Sie ist zudem die Impact Producerin des Dokumentarfilms INTERSECTION, der bei der DOK Leipzig 2025 Premiere feierte. Aktuell produziert sie ihren ersten langen Spielfilm „The melting mood of easy“, der Anfang 2026 gedreht wurde. Lotte macht Filme, die was wollen — am liebsten nah, queer und mit klarer Haltung.

Filmographie (Auswahl)

2026 THE MELTING MOOD OF ECSTASY (R: Julian Dieterich, 90’, in Post-Produktion, Leuchtstoff-geförderter langer Spielfilm) – Produzentin
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (R: Jana Stallein, 83 Minuten, Leuchtstoff-geförderter langer Dokumentarfilm) – Produzentin
2025 INTERSECTION – Alles ist politisch (R: Karoline Rößler, 87‘, langer Dokumentarfilm + Handyspiel, MBB gefördert) – Impact Producerin

Über Sophia Fenn (Kamera)

Sophia Fenn studierte Cinematography im Bachelor und Master an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. 2025 schloss sie ihr Studium mit dem Dokumentarfilm „Where the Waves Took Her“ ab, der beim 36. Deutschen Kamerapreis nominiert wurde und gewann beim IFFF den FEMALE GAZE Kamerapreis. Sie arbeitete bereits an internationalen Produktionen in Brasilien, der Ukraine und den USA.

Filmographie (Auswahl)

2026 TABIR Regie: Natalija Yefimkina (Dokumentarfilm, 35’)
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER Regie: Jana Stallein (Dokumentarfilm, 82 Minuten)
2024 WUNSCHKINDER Regie: Hannah Wolny (Kurzfilm, 7 Minuten)
2024 NIMICA FRUMOS Regie: VANESSA GUNESCH (Kurzdokumentarfilm, 13 Minuten)
2023 I KNEW YOU WERE MY KIND Regie: Vanessa Gunesch (Kurzfilm, 18 Minuten)
2023 FESTGEFAHREN Regie: Lina Drevs (Kurzfilm, 14 Minuten)
© Thomas Köpke

Über Amélie Richter (Montage)

© Philippe Grégoire

Amélie Richter entwickelte während ihres Studiums der Medien- und Kulturwissenschaften in Deutschland und Frankreich ein starkes Interesse am Kino. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und arbeitete an Dokumentarfilmen wie Spaltung (CPH 2025) und „Where the Waves Took Her“ (Hofer Filmtage 2025 / Hot Docs 2026). Heute lebt sie zwischen Montreal und Berlin und arbeitet sowohl als Filmeditorin als auch als Festivalkuratorin. Das Arbeiten zwischen unterschiedlichen kulturellen und filmischen Kontexten prägt ihren transdisziplinären und transnationalen Zugang zum Kino.

Filmographie (Auswahl)

2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (Dokumentarfilm, 83 Minuten)
2024 SPALTUNG (Dokumentarfilm, 75 Minuten)
2025 FEMME SULFUREUSE (Kurzfilm, 10 Minuten)
2024 DEAD PERIOD (Kurzfilm, 10 Minuten)
2024 TRACES OF LIFE – HOW TO KILL (Installation, 5 Minuten)
2023 LABSAL (Kurzfilm, 26 Minuten)
2023 STICKY (Kurzfilm, 24 Minuten)

Über Lena Gill (Produktionsleitung)

Lena Gill (*1997) absolvierte ihr Bachelorstudium in Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien Stuttgart. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Berlin und arbeitete als Produktionsassistentin an verschiedenen Kino- und TV-Produktionen. 2022 begann sie ihr Masterstudium in Film- und Fernsehproduktion an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Parallel dazu arbeitete sie für die X-Filme Creative Pool als Assistenz der Filmgeschäftsführung. Aktuell ist sie als Producerin für die Berliner Firma Seven Elephants tätig.

Filmographie (Auswahl)

2026 ARCHITECTURES OF MEMORY (Dokumentarisches Hybridprojekt, in Postproduktion) – Produzentin
2026 MAXIMINI (Kurzfilm, in Postproduktion) – Produzentin
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (Dokumentarfilm) – Produktionsleiterin
2023 ZEIT VERBRECHEN (Miniserie) – Assistenz der Filmgeschäftsführung
2022 SLEEPING DOGS (Miniserie, Netflix) – Produktionsleitungsassistentin
2021 WANN WIRD ES ENDLICH WIEDER SO, WIE ES NIE WAR (Spielfilm) – Produktionsleitungsassistentin
© Rubén León

Über Antonia Nestler (Szenenbild Studio)

© Melanie Macher

Antonia ist eine in Berlin ansässige Szenenbildnerin und Mixed-Media-Künstlerin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander und verfolgt dabei innovative und immersive Ansätze. Ihr kreativer Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Räume für das Erzählen von Geschichten, indem sie analoge Techniken wie Modellbau und Zeichnung mit digitalen Medien wie Projection Mapping und Augmented Reality verbindet.

Filmographie (Auswahl)

2025 ARCHITECTURES OF MEMORY AT (Dokumentarfilm, 90 Minuten) – Szenenbild: Studioset und Modellbau
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (Dokumentarfilm, 83 Minuten) – Szenenbild: Studioset und Titeldesign
2024 RECONSTRUCTION HOME (Interaktive Dokumentarinstallation) – Szenenbild

Über Levin Hübner (Produzent)

Levin Hübner, geboren 1988 in Hamburg, leitet seit 2022 als Produzent und seit 2025 auch als Ko-Geschäftsführer die Kölner Wüste Film West GmbH. Er ist Absolvent der ifs Internationale Filmschule Köln, war u.a. Stipendiat des Mediengründerzentrum NRW und Teilnehmer des Rotterdam Lab. Seine Arbeiten wurden auf Festivals wie der Berlinale oder dem Max-Ophüls-Preis gezeigt und international ausgezeichnet. Die Bestseller-Adaptation DER BUCHSPAZIERER (Studiocanal) mit Christoph Maria Herbst und Yuna Bennett in den Hauptrollen, der künstlerische Dokumentarfilm „Where the Waves Took Her“ und die ARD-Gemeinschaftsproduktionen EIN SOMMER IN SOMMERBY und WEIHNACHTEN IN SOMMERBY nach der erfolgreichen Kinderbuchreihe von Kirsten Boje gehören zu seinen bisherigen Produktionen in der Wüste.

Filmographie (Auswahl)

2027 SUPERBUSEN  Regie: Constanze Klaue. Drehbuch: Constanze Klaue, Anna Brüggemann und Paula Irmschler (Kinofilm)
2027 SCHATTEN  Regie: Ben Teske. Drehbuch: Julia C. Kaiser (Kinofilm)
2026 SOMMER AUF ASPHALT  Regie: Simon Ostermann. Drehbuch: Brix Vinzent Koethe (Kinofilm)
2026 WEIHNACHTEN IN SOMMERBY  Regie: Mia Spengler. Drehbuch: Catharina Junk (Fernsehfilm)
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER  Regie und Drehbuch: Jana Stallein (Dokumentarfilm)
2025 EIN SOMMER IN SOMMERBY  Regie: Mara Eibl-Eibesfeldt. Drehbuch: Catharina Junk (Fernsehfilm)
2024 DER BUCHSPAZIERER  Regie: Ngo The Chau. Drehbuch: Andi Rogenhagen und Carsten Henn (Kinofilm)
2022 LOUIS I. KING OF THE SHEEP  Regie und Drehbuch: Markus Wulf (Stop-Motion-Animationsfilm)
© Wüste Film West

Über Henric Schleiner & Henning Großmann (Musik / Sound Design / Dialog Editing / Mischung)

© ti:me:co:de

Henric Schleiner und Henning Großmann gründeten 2019 das Sound-Design-Studio ti:me:co:de und haben seitdem an von Werbung bis Film an rund 300 Projekten gearbeitet. Für „Where the Waves Took Her“ sind sie für das Sounddesign, die Musik und die Mischung verantwortlich. Zu ihren weiteren Arbeiten zählen unter anderem die Dokumentation GLEIS 11 sowie die mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Serie UNCIVILIZED; aktuell arbeiten sie an der WDR-Serie ONKEL RUBEN UND DAS LOCH IM GARTEN.

Filmographie (Auswahl)

2026 ONKEL RUBEN UND DAS LOCH IM GARTEN (Dramaserie, 6 Episoden) – Originalton, Sound Design, Mischung
2025 WHERE THE WAVES TOOK HER (Dokumentarfilm, 83 Minuten) – Sound Design, Musik, Mischung
2024 UNCIVILIZED (Dramaserie, 6 Episoden) – Originalton, Dialogschnitt, Mischung
2023 TENEZ (Kurzfilm, 22 Minuten) – Originalton, Sound Design, Musik, Mischung
2022 REBELS (Dokuserie, 3x 30 Minuten) – Sound Design, Mischung
2021 GLEIS 11 (Dokumentarfilm, 61 Minuten) – Originalton, Sound Design, Mischung

Protagonistinnen & Team

© Ulrich Stallein

v.l.n.r.: Julie Tankeu Yonga, Lena Gill, Mariame Diallo mit ihrem Sohn, Antonia Nestler, Sophia Fenn, Joseline Cabry Fotsing, Anne-Katrin Klotzsch, Henric Schleiner, Jeanine Tchokotte, Jana Stallein, Charlotte Peters

© Wüste Film West

Gruppenfoto der Crew und der Protagonist:innen vom Studiodreh im Studio Babelsberg, Protagonistinnen auf dem Bild: Fahma Abdukader Farah, Jeanine Tchokotte, Joseline Cabry Fotsing, Julie Tankeu Yonga, Mariame Diallo

Where the Waves Took Her | Trailer (OV mit deutschen und englischen Untertiteln)

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