{"id":416399,"date":"2026-04-21T17:29:15","date_gmt":"2026-04-21T17:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/ucm.one\/?p=416399"},"modified":"2026-04-22T15:58:25","modified_gmt":"2026-04-22T15:58:25","slug":"breaking-the-stigma-paneldiskussion-beim-achtung-berlin-filmfestival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ucm.one\/de\/breaking-the-stigma-paneldiskussion-beim-achtung-berlin-filmfestival\/","title":{"rendered":"\ud83c\udfac \u201eBreaking the Stigma&#8220; \u2014 Paneldiskussion beim achtung berlin filmfestival"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">Im <strong>Gr\u00fcnen Salon<\/strong> der <strong>Volksb\u00fchne am Rosa-Luxemburg-Platz<\/strong> \u2014 jenem rund 200 Quadratmeter gro\u00dfen Salonraum aus dem Wiederaufbau der fr\u00fchen F\u00fcnfzigerjahre, dessen ovale Glasl\u00fcster, schwere Samtvorh\u00e4nge und Spiegelwand bis heute das 20er-Jahre-Flair des Kaufmann-Baus zitieren \u2014 fand am <strong>Montag, 20. April 2026,<\/strong> im Rahmen der <strong>achtung berlin Branchentage<\/strong> die Paneldiskussion <strong>\u201eBreaking the Stigma&#8220;<\/strong> statt.<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p>Thematisch initiiert und ko-organisiert war sie von <span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span> \/ <strong>Darling Berlin<\/strong>; moderiert wurde die Runde von <strong>Karoline R\u00f6\u00dfler<\/strong>, selbst mit dem Dokumentarfilm <strong>INTERSECTION \u2014 ALLES IST POLITISCH<\/strong> im Berlin-Spezial-Programm des Festivals vertreten. Angek\u00fcndigt war ein Gespr\u00e4ch dar\u00fcber, wie Filme mit Vorurteilen brechen. Was in den knapp neunzig Minuten daraus wurde, war vor allem eine markante Verschiebung der Ausgangsfrage: eine Runde, die sich auff\u00e4llig entschieden dagegen verwahrte, die eigenen Filme auf die Erwartung p\u00e4dagogischer Eindeutigkeit festlegen zu lassen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Die Runde<\/h3>\n<p>Auf dem Podium sa\u00dfen die Moderatorin und drei Regisseur:innen mit aktuellen Festivalbeitr\u00e4gen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Karoline R\u00f6\u00dfler<\/strong> (Moderation) \u2014 Regisseurin <strong>INTERSECTION \u2014 ALLES IST POLITISCH<\/strong>, Abschlussfilm an der <strong>Filmuniversit\u00e4t Babelsberg KONRAD WOLF<\/strong>, 2025 auf der <strong>DOK Leipzig<\/strong> mit dem <strong>film.land.sachsen-Preis f\u00fcr Filmkultur im l\u00e4ndlichen Raum<\/strong> ausgezeichnet, im <strong>Berlin-Spezial-Programm<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>Ina Balon<\/strong> \u2014 <strong>PLAN F<\/strong>, Langfilmdeb\u00fct im <strong>Wettbewerb Spielfilm<\/strong>, bei den <strong> Hofer Filmtagen 2025<\/strong> mit dem <strong>Friedrich-Baur-Goldpreis<\/strong> (beste Regieleistung eines ersten Langspielfilms) und dem <strong>Hofer Kritikerpreis<\/strong> ausgezeichnet.<\/li>\n<li><strong>Yann Rehberg<\/strong> \u2014 <strong>VOM B\u00d6SEN BLICK<\/strong>, mittellanger Abschlussfilm der <strong>Filmuniversit\u00e4t Babelsberg KONRAD WOLF<\/strong>, im <strong>Wettbewerb Mittellanger Film<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>Ali Tamim<\/strong> \u2014 <strong>NOAH<\/strong>, Langfilmdeb\u00fct im <strong>Wettbewerb Spielfilm<\/strong>, beim Filmfestival <strong>Max Oph\u00fcls Preis<\/strong> mit den Auszeichnungen f\u00fcr das <strong>Beste Drehbuch<\/strong> und den <strong>gesellschaftlich relevanten Film <\/strong>ausgezeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416421&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416423&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416425&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Begr\u00fc\u00dfung dankte Festivalleiter <strong>Sebastian Brose<\/strong> ausdr\u00fccklich <strong>Tone Frede<\/strong> (<span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span><strong> \/ Darling Berlin<\/strong>) f\u00fcr die Initiative und thematische Mitgestaltung des Panels. <strong>Frede<\/strong> \u00fcbernahm w\u00e4hrend der Publikumsdiskussion die Betreuung des Publikumsmikrofons.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416427&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_single_image image=&#8220;416429&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Haltung, nicht Programm<\/h3>\n<p>Nach dem filmischen Auftakt mit Clips aus allen vier Arbeiten f\u00fchrte<strong> R\u00f6\u00dfler<\/strong> die Runde auf die Frage, wie ihre Panelist:innen selbst zum Thema \u201e<strong>Breaking the Stigma<\/strong>&#8220; stehen: ob sie Filme gern aus diesem Winkel besprechen \u2014 oder ob sie eigentlich lieber \u00fcber den Inhalt reden w\u00fcrden. <strong>Ali Tamim<\/strong> beantwortete die Frage mit einer pers\u00f6nlichen Offenlegung: Er sagte, er habe sich erst \u00fcberzeugen lassen m\u00fcssen, \u00fcberhaupt an dem Panel teilzunehmen, aus Sorge, in einer Rolle zu landen, die man ihm branchenseitig seit Jahren antr\u00e4gt \u2014 der des Autors, der immerzu schreit, wie ungerecht alles sei. Er sei kein Aktivist, sondern Regisseur und Drehbuchautor; die politische Haltung bleibe seinen Filmen eigen, solange es erforderlich sei.<\/p>\n<p><strong>Yann Rehberg<\/strong>, auf dem Panel mit seinem Abschlussfilm \u201e<strong>Vom b\u00f6sen Blick<\/strong>&#8220; vertreten, schloss sich <strong>Tamim<\/strong> an und formulierte eine der pr\u00e4zisesten Differenzierungen des Nachmittags \u2014 ruhig, ohne jeden \u00dcberschlag:<\/p>\n<p><em>\u201eIch habe mir am Anfang nicht gedacht: \u201aOh wow, hier werden jetzt richtig die Stigmen gebrochen.&#8216; Eigentlich nicht eine Sekunde. Sondern es ist eine Haltung \u2014 wie man auf eine Welt blickt und wie man dann Figuren schreibt und wie man sie inszeniert.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 Yann Rehberg, Regisseur \u201eVom b\u00f6sen Blick&#8220;<\/em><\/p>\n<p>\u201e<strong>Vom b\u00f6sen Blick<\/strong>&#8222;, in Koproduktion mit dem <strong>RBB<\/strong> entstanden, spielt in einem Jugendclub, in dem ein unbewiesener Missbrauchsvorwurf die Runde macht und weder aufgekl\u00e4rt noch entkr\u00e4ftet wird. Erz\u00e4hlt wird aus der Perspektive einer Sozialarbeiterin, die sich entscheiden muss, wem sie glaubt \u2014 und die diese Entscheidung bis zum Ende nicht trifft. Was in seinem Film zerbricht, so<strong> Rehberg<\/strong>, sei nicht zuerst der oder die Einzelne, sondern der soziale Ort, der beide Seiten getragen habe. Der Jugendclub wird zum eigentlichen Kollateralschaden.<\/p>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>R\u00f6\u00dflers<\/strong> eigener Film \u201e<strong>Intersection \u2014 Alles ist politisch<\/strong>&#8222;, produziert von <strong>supa Stories GmbH<\/strong>, sucht einen anderen Weg: Der Dokumentarfilm kommt mit einem Handyspiel als Gespr\u00e4chsanlass \u2014 eine kleine Stadtfigur, die je nach Aussehen und Eigenschaften Privilegien oder Benachteiligungen erlebt. Um die Spielerfahrung herum legt <strong>R\u00f6\u00dfler<\/strong> Studio-Gespr\u00e4che mit Aktivist:innen aus progressiven Spektren, die aus ihrer Antidiskriminierungsarbeit berichten. Was der Film sucht, ist weniger die erkl\u00e4rende L\u00f6sung als die gemeinsame Verst\u00e4ndigung dar\u00fcber, was nach dem \u201edestroy and rebuild&#8220; kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416438&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416435&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Kernfrage: Wer muss Aufkl\u00e4rer:in sein?<\/h3>\n<p><strong>R\u00f6\u00dfler<\/strong> hatte die Frage zuvor schon in die Runde gelegt, ohne sich selbst daran zu versuchen: Wessen Aufgabe sei es eigentlich, ein Stigma zu brechen \u2014 die der K\u00fcnstler:innen, die daraus Filme machen, oder die einer Gesellschaft, die \u00fcber sich selbst spricht? Sie lie\u00df die Antwort bewusst offen, \u00f6ffnete die Runde f\u00fcr das Publikum \u2014 und die beiden Seiten der Debatte prallten sofort aufeinander.<\/p>\n<p>Eine Zuschauerin nahm<strong> Tamims<\/strong> pers\u00f6nliche Offenlegung aus dem ersten Panelteil auf und drehte sie um: Wer einen solchen Film mache und zu einer solchen Runde eingeladen werde, m\u00fcsse auch bereit sein, sich zu \u00e4u\u00dfern; sonst werde kein Stigma gebrochen. <strong>Tamim<\/strong> erwiderte pointiert:<\/p>\n<p><em>\u201eUnd d\u00fcrfen wir uns auch mal ausruhen? D\u00fcrfen wir auch einfach mal Filme machen und d\u00fcrfen wir einfach mal \u00fcber die Sch\u00f6nheit von B\u00e4umen reden oder m\u00fcssen wir die ganze Zeit den Mund aufmachen und sagen: \u201aWir sind das, wir sind Opfer, wir sind Opfer, ihr macht uns zu Opfern&#8216;?&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 Ali Tamim, Regisseur \u201eNoah&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Den Ausweg aus diesem scheinbaren Dilemma lieferte eine zweite Zuschauerin. Sie bezog sich ausdr\u00fccklich auf ihre Vorrednerin, gab ihr \u201ev\u00f6llig recht&#8220;, dass die gesamte Gesellschaft am Thema beteiligt sein m\u00fcsse \u2014 und formulierte in einem einzigen Satz die Grenze, die <strong>Tamim<\/strong> gesucht hatte:<\/p>\n<p><em>\u201eAber es darf nicht ihre Lebensaufgabe sein. Also man darf nicht die Erwartung haben, dass wenn man bestimmte Stigmen, bestimmte Diskriminierungserfahrungen hat, dass man halt permanent darauf hinweisen muss und versuchen muss, die Welt besser zu machen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 Aus dem Publikum<\/em><\/p>\n<p>Zwei Publikumsstimmen, beide zustimmungsf\u00e4hig, keine gegen die andere \u2014 und dazwischen eine Panelrunde, die nicht gezwungen war, das eine gegen das andere auszuspielen. \u00a0Dass dieser Moment nicht von der Moderation, sondern aus dem Saal kam, lie\u00df die Debatte auf eine Weise landen, die sich nicht inszenieren, sondern nur durch eine offene Gespr\u00e4chsf\u00fchrung erm\u00f6glichen l\u00e4sst \u2014 wie <strong>R\u00f6\u00dfler<\/strong> sie an diesem Nachmittag anbot.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter im Panel, im weiteren Verlauf der Publikumsfragen, fand <strong>Tamim<\/strong> f\u00fcr diese Haltung die Formel, die an diesem Nachmittag bleiben sollte:<\/p>\n<p><em>\u201eWer ein Arschloch und ein Menschenfeind ist und in meinen Film reingeht, wird auch nach diesem Film ein Arschloch und ein Menschenfeind bleiben. Und deswegen ist es sehr, sehr wichtig f\u00fcr mich, keinen Film f\u00fcr dieses Arschloch zu machen, sondern einen Film zu machen f\u00fcr uns.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 Ali Tamim, Regisseur \u201eNoah&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Was <strong>Tamim<\/strong> anschlie\u00dfend erl\u00e4uterte, war weniger ein dezidiertes Programm als der Kern seiner Arbeit: Figuren, die in Welten leben, die sie unterdr\u00fccken \u2014 und die sich dann die Macht holen, sich dagegen aufzulehnen. \u201eSelbsterm\u00e4chtigung&#8220;, sagte <strong>Tamim<\/strong>, sei f\u00fcr ihn das Schl\u00fcsselwort seines Schaffens.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Noah<\/strong>&#8222;, produziert von <strong>Schuldenberg Films<\/strong> in Koproduktion mit der <strong>Filmuniversit\u00e4t Babelsberg KONRAD WOLF<\/strong> und dem <strong>RBB (Leuchtstoff)<\/strong>, erz\u00e4hlt aus dem Umkreis eines jungen Mannes, der bei einer Polizeikontrolle ums Leben gekommen ist und im Film nur durch seine Abwesenheit pr\u00e4sent bleibt. Drei Str\u00e4nge umkreisen dieses Zentrum: Noahs Mutter, die auf dem Weg ins Krankenhaus an b\u00fcrokratischen H\u00fcrden scheitert, sich \u00fcberhaupt noch von ihrem Sohn verabschieden zu k\u00f6nnen; eine Gruppe von Polizist:innen, unter ihnen Ibrahim, der zwischen seiner migrantischen und seiner Polizistenidentit\u00e4t ringt; und Malek und Musa aus Noahs Viertel, die im Film als w\u00fctende, assoziative Metaebene fungieren.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416441&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_single_image image=&#8220;416443&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_single_image image=&#8220;416445&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416450&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416453&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Produktionsrealit\u00e4t<\/h3>\n<p>\u201e<strong>Plan F<\/strong>&#8220; folgt den Schwestern Franka und Maya \u2014 der Lauten und der Leisen \u2014 auf einer Berliner Nacht-Odyssee: Maya wohnt, mitten in einem depressiven Loch, bei ihren Eltern auf dem Dorf; Franka stolpert dort hinein und zieht sie mit auf einen Roadtrip mit Auto und S-Bahn, durch Bars am Kottbusser Tor. Was zun\u00e4chst wie eine Wiederbelebungsaktion der vermeintlich Belastbaren aussieht, kippt: Nach und nach wird sichtbar, dass auch Franka ihren Plan eher behauptet als hat \u2014 und das Leben beider an einem Punkt des Scheiterns steht.<\/p>\n<p><strong>Ina Balon<\/strong> brachte jenen Teil des Gespr\u00e4chs hinein, den F\u00f6rdergremien gern in Absagen auslagern. Ihr Langfilmdeb\u00fct \u2014 produziert von <strong>Ina Balon <\/strong>und <strong>Jannik B\u00fcddig (ZAK Film Productions)<\/strong> \u2014 ist vollst\u00e4ndig eigenfinanziert, weil drei Jahre lang Stoffe eingereicht und abgelehnt worden seien. Nach einem Besuch des Filmfests M\u00fcnchen 2024 habe sie beschlossen, nicht l\u00e4nger zu warten. Ihre Hauptfiguren Franka und Maya, gespielt von <strong>B\u00e4rbel Schwarz<\/strong> und <strong>Ursula Renneke<\/strong>, beschreibt sie als Frauen, wie man sie im deutschen Kino selten sieht:<\/p>\n<p><em>\u201eDass sie einfach so sind, wie Frauen sind, wenn sie Mitte 40 sind. Und dass sie halt eben auch scheitern d\u00fcrfen. Es wird ja immer verlangt, dass wir stark sind. Nat\u00fcrlich sind wir auch stark, klar, auch, aber es scheitern auch viele. Und das sieht man nicht oft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 Ina Balon, Regisseurin \u201ePlan F&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Auf die Frage der Moderatorin, woher sie die Ausdauer nehme, ohne F\u00f6rderzusage weiterzumachen, antwortete <strong>Balon<\/strong> kurz und ohne Pose: \u201eWeil ich das machen muss. Es ist so in mir drin, ich muss das machen.&#8220; Dass sie anschlie\u00dfend versicherte, ihren n\u00e4chsten Film \u201eauf keinen Fall&#8220; noch einmal ohne Geld drehen zu wollen \u2014 weil sie es den Beteiligten schulde, sie auch bezahlen zu k\u00f6nnen \u2014 rundete eine Beobachtung ab, die sich an diesem Nachmittag wie ein Bass unter das Gespr\u00e4ch legte: Dass Filme wie diese im deutschen System oft eher <em>trotz<\/em> der Strukturen entstehen als durch sie beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416455&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_single_image image=&#8220;416457&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416460&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Publikumsdiskussion: F\u00f6rderung, Redaktion, Verleih<\/h3>\n<p>Aus dem Publikum kamen Fragen, die die Runde schnell aus dem engeren Werkzusammenhang herausf\u00fchrten. Wie geht man mit Produzent:innen um, die den eigenen Stoff dominieren? Welche Rolle spielen Redaktionen bei gesellschaftskritischen Themen? Und wie findet ein mittellanger Film, ein Dokumentarfilm, ein Deb\u00fct ohne Verleihnetz \u00fcberhaupt sein Publikum?<\/p>\n<p><strong>Tamim<\/strong> erinnerte sich an eine \u2014 sehr freundlich formulierte \u2014 ZDF-Absage zu \u201e<strong>Noah<\/strong>&#8222;: Man liebe das Drehbuch, nur sei Polizeigewalt \u201ekein deutsches Thema&#8220;; wenn man die Polizei etwas nahbarer mache, k\u00f6nne der Film \u201edeutsch werden&#8220;.<strong> Balon<\/strong> erz\u00e4hlte von einem zwei Jahre \u00e4lteren Stoff \u00fcber Polizeigewalt und Fu\u00dfball-Hooligans, den eine Redaktion mit der Frage abgelehnt habe, warum eine Frau \u00fcberhaupt einen solchen \u201egewaltvollen M\u00e4nnerfilm&#8220; drehen wolle. Und wenn <strong>Tamim<\/strong> im weiteren Verlauf auf die Produktionsbedingungen der Neuen Deutschen Welle verwies \u2014 auf Interviews mit Wim Wenders, der damals noch vier Filme gebraucht habe, um stilistisch zu sich zu finden \u2014, lag in diesem Nebensatz eine Beobachtung, die in der Runde sp\u00fcrbar h\u00e4ngenblieb: Dass der heutige Markt dem Nachwuchs kaum noch das Privileg l\u00e4sst, sich erst einmal suchend zu erproben.<\/p>\n<p>Einen kurzen Seitenstrang nahm auch das Thema <strong>Impact Producing<\/strong> ein, das am Vortag auf einem anderen Panel verhandelt worden war. Eine Zuschauerin, selbst als Schauspielerin und Impact-Koordinatorin t\u00e4tig, warnte davor, Impact-Kampagnen auf die Regieschultern zu laden: Eine solche Kampagne brauche \u201eeine komplette eigene Abteilung&#8220; \u2014 eine Position, die R\u00f6\u00dfler aus eigener Erfahrung mit ihrem Dokumentarfilm best\u00e4tigte.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416462&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;416465&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; add_caption=&#8220;yes&#8220; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<h3>Festivalpartnerschaft<\/h3>\n<p>Zum elften Mal in Folge ist <span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span> \/ <strong>Darling Berlin<\/strong> offizieller Partner des achtung berlin filmfestivals; <span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span> stiftet erneut den mit 1.000 Euro dotierten Preis f\u00fcr Bestes Schauspiel. In diesem Jahr ist das Label zudem mit \u201e<strong>Plan F<\/strong>&#8220; im Wettbewerb Spielfilm vertreten und hat das Panel \u201eBreaking the Stigma&#8220; thematisch initiiert und gemeinsam mit der Festivalleitung umgesetzt. \u201e<strong>Plan F<\/strong>&#8220; von <strong>Ina Balon<\/strong> wird Ende 2026 \u00fcber das <span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span>-Filmlabel <strong>Darling Berlin<\/strong> in die Kinos kommen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css=&#8220;.vc_custom_1768590775216{margin-bottom: -20px !important;background-color: #EAEAEA !important;}&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;22px&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1776871801622{padding-bottom: -25px !important;}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Kompakt: Das Panel im \u00dcberblick<\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%; height: 352px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Titel:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\">Breaking the Stigma \u2014 Paneldiskussion<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Datum &amp; Uhrzeit:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%;\" width=\"288\">Montag, 20.04.2026, 16:30\u201318:00 Uhr<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Ort:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\">Gr\u00fcner Salon, Volksb\u00fchne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Rahmen:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\">achtung berlin filmfestival 2026 \u2014 Branchentage (Tag 4)<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Initiative &amp; Ko-Organisation:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\"><span style=\"font-family: 'arial black', sans-serif;\">UCM.ONE<\/span> \/ Darling Berlin<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Panelist:innen:<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\">Ina Balon (\u201ePlan F&#8220;, Wettbewerb Spielfilm), Yann Rehberg (\u201eVom b\u00f6sen Blick&#8220;, Wettbewerb Mittellanger Film), Ali Tamim (\u201eNoah&#8220;, Wettbewerb Spielfilm), Moderation: Karoline R\u00f6\u00dfler (&#8222;Intersection &#8211; Alles ist politisch&#8220;, Berlin Spezial Programm)<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 22px;\">\n<td style=\"width: 14.487%; height: 22px; vertical-align: top;\"><strong>Gru\u00dfwort<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 85.513%; height: 22px; vertical-align: top;\">Sebastian Brose (Festivalleiter achtung berlin)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_video link=&#8220;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=t88__pkjjXg&#8220; css=&#8220;&#8220; title=&#8220;Achtung Berlin Filmfestival 2026 | Festivaltrailer (german) \u1d34\u1d30&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Weiteren Informationen zum Festival und dem Programm: <a title=\"\" href=\"https:\/\/achtungberlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">achtung berlin<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]Weiteren Informationen \u00fcber das Filmlabel: <a title=\"Darling Berlin\" href=\"https:\/\/ucm.one\/de\/film-labels\/darling-berlin\/\" rel=\"noopener\">Darling Berlin<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Im Gr\u00fcnen Salon der Volksb\u00fchne am Rosa-Luxemburg-Platz \u2014 jenem rund 200 Quadratmeter gro\u00dfen Salonraum aus dem Wiederaufbau der fr\u00fchen F\u00fcnfzigerjahre, dessen ovale Glasl\u00fcster, schwere Samtvorh\u00e4nge und Spiegelwand bis heute das 20er-Jahre-Flair des Kaufmann-Baus zitieren \u2014 fand am Montag, 20. April 2026, im Rahmen der achtung berlin Branchentage die Paneldiskussion \u201eBreaking the Stigma&#8220; statt.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":513,"featured_media":416469,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[8,5590,13,752],"tags":[19543,19353,2498,8757,19551,2261,19534,2266,8755,19542,19552,19554,19553],"class_list":["post-416399","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-film","category-firma","category-news","category-verleih","tag-plan-f","tag-19353","tag-achtung-berlin","tag-achtung-berlin-fimfestival","tag-ali-tamim","tag-berlin","tag-breaking-the-stigma","tag-darling-berlin","tag-filmfestival","tag-ina-balon","tag-karoline-roessler","tag-volksbuehne","tag-yann-rehberg","category-8","category-5590","category-13","category-752","description-off"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Breaking the Stigma: Panel beim achtung berlin filmfestifval 2026<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Darling Berlin bringt Ina Balon, Yann Rehberg, Ali Tamim und Karoline R\u00f6\u00dfler beim achtung berlin 2026 zur Paneldiskussion \u201eBreaking the Stigma&quot; 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